Euro nach robusten Konjunkturdaten gestiegen

Eurokurs © Niffylux -www.niffylux.com
(Bild: © Niffylux - www.niffylux.com)

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Frankfurt am Main – Der Euro hat am Donnerstag begünstigt durch starke Konjunkturdaten aus der Eurozone zum US-Dollar und zum Schweizer Franken zugelegt. Am frühen Abend notiert die europäische Gemeinschaftswährung auf 1,0833 USD und damit deutlich höher als noch am Vorabend mit 1,0784 USD. Zum Franken legte der Euro auf 1,0869 nach 1,0847 CHF am Morgen zu. Der Dollar zum Franken notierte auf 1,0033 nach 1,0025 CHF am Morgen.

Für ein freundliches Umfeld beim Euro sorgten überwiegend besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone und Deutschland. So war die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone im Dezember auf den höchsten Wert seit über vier Jahren gestiegen. Zudem erreichte die Arbeitslosenquote im November den niedrigsten Wert seit über vier Jahren. In Deutschland legten die Industrieaufträge überraschend deutlich zu. «Die Daten zeigen, dass die Wirtschaft der Eurozone robust ist», sagte Stephan Rieke von der BHF-Bank. «Trotzdem waren die Kursgewinne des Euro etwas rätselhaft». Schliesslich habe die Gemeinschaftswährung den Grossteil ihrer Gewinne bereits vor der Veröffentlichung der Daten erzielt, so Rieke.

Mit Blick auf das Währungspaar EUR/CHF gehen Experten zudem davon aus, dass der Franken nicht mehr übertrieben als Fluchtwährung genutzt würde. Am Markt habe man möglicherweise eingesehen, dass der Franken bereits hoch bewertet sei, meint etwa UBS-Währungsspezialist Thomas Flury. Stattdessen dient nun wohl der sehr viel schwächer bewertete Yen als Zufluchtshafen.

Die Finanzmarktturbulenzen in China belasteten vor allem den australischen Dollar. Die Wirtschaft Australiens ist besonders eng mit China verflochten. In China wurde am Donnerstag nach abermals starken Kursverlusten der Börsenhandel zum zweiten Mal in dieser Woche komplett beendet. Die tatsächliche Handelszeit betrug gerade mal eine Viertelstunde. Das reichte aus, um die Kurse um sieben Prozent in den Keller zu schicken und damit den erst vor wenigen Tagen eingeführten Mechanismus einer automatischen Handelsbeendigung greifen zu lassen. Begründet wurde der Kurssturz mit einer deutlichen Abwertung des Yuan durch die chinesische Notenbank.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,74545 (0,73440) GBP und 127,74 (127,19) JPY fest. Ein Kilogramm Gold kostete 31’920,00 (31’910,00) EUR. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1’106,35 (1’091,40) USD gefixt. (awp/mc/pg)

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