Dollar steigt zum Franken wieder über die Marke von 1,00

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(Foto: pagomenos - Fotolia)

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Frankfurt am Main – Der Euro ist am Freitag nach starken Arbeitsmarktdaten aus den USA erheblich unter Druck geraten. Im Tief fiel die Gemeinschaftswährung um etwa eineinhalb Cent auf 1,0707 US-Dollar. Das ist der tiefste Stand seit April. Auch gegenüber dem Schweizer Franken musste der Euro am Nachmittag Verluste einstecken. Er sank um fast einen halben Rappen und kostete am späten Freitagnachmittag 1,0793 CHF. Der US-Dollar legte, genau wie zum Euro, auch gegenüber dem Schweizer Franken stark zu. Er gewann im Verlauf des Nachmittages beinahe einen Rappen und durchbrach die Marke von 1,00 erstmals seit Mitte März. Am späten Nachmittag ging der US-Dollar zu 1,0051 CHF um.

Der US-Dollar hatte zu vielen Währungen kräftig zugelegt. Auslöser war der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für Oktober. Mit einem starken Stellenaufbau, einer weiter fallenden Arbeitslosigkeit und anziehenden Löhnen bereite er den Weg für den baldigen Start von Zinsanhebungen. „Sollten in den kommenden Wochen wirtschaftliche Erdbeben ausbleiben, dreht die US-Notenbank an der Zinsschraube“, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank.

Argumente gegen Zinsanhebung werden knapper
Die US-Notenbank steuert schon seit längerem auf eine erste Zinserhöhung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise zu. Zuletzt hatte sie die Zinswende aber hinausgezögert, weil sich die Lage in der Weltwirtschaft, ausgehend von China, eingetrübt hatte. Dort scheint sich die Situation in den vergangenen Wochen aber stabilisiert zu haben. Zusammen mit der guten Verfassung der US-Wirtschaft werden die Argumente gegen Zinsanhebungen damit knapper. „Die Tür für eine erste Zinserhöhung der Fed im Dezember steht weit offen“, sagte Commerzbank-Analyst Bernd Weidensteiner.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,71765 (0,71260) GBP und 132,41 (132,65) JPY fest.

Ein Kilogramm Gold kostete 32 200,00 (32 230,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1088,90 (1106,30) Dollar gefixt.  (awp/mc/pg)

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