Eurokurs erholt sich nach EZB-Entscheidung

Eurokurs
(Bild: © Niffylux - www.niffylux.com)

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Frankfurt am Main – Die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zu Griechenland haben den Eurokurs nicht nachhaltig belastet. Am Donnerstag erholte sich die Gemeinschaftswährung wieder von ihren Verlusten, die sie nach dem Beschluss am Mittwochabend erlitten hatte. Auch zum Franken erreichte er gegen Mittag ein Tageshöchst, sank am Nachmittag aber wieder unter die Marke von 1,06 CHF.

Am späten Nachmittag notiert der Eurokurs mit 1,1430 US-Dollar. In der Nacht war er noch bis auf 1,1304 Dollar gesunken. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1410 (Mittwoch: 1,1446) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8764 (0,8737) Euro.

Wieder unter 1,06 CHF
Gegenüber dem Franken vollführte der Euro ebenfalls eine Achterbahnfahrt: Nachdem er in den frühen Morgenstunden noch unter die Marke von 1,05 CHF bis auf 1,0475 gefallen war, zog er im weiteren Handelsverlauf kontinuierlich an und erreicht bei 1,0645 CHF das Tageshöchstniveau. Aktuell notierte er wieder unter 1,06 bei 1,0573 CHF nach 1,0599 am Mittag. Der US-Dollar hat sich zum Franken auf 0,9251 CHF nach zuvor 0,9277 abgeschwächt.

EZB erinnert Griechenland an die «Hausordnung»
Die EZB hatte am Mittwochabend bekannt gegeben, Staatsanleihen Griechenlands nur noch für wenige Tage als Sicherheit für Zentralbankgeld zu akzeptieren, anstatt wie allgemein erwartet, zumindest das Auslaufen des damit verknüpften Hilfsprogramms Ende des Monats abzuwarten. «Dass die EZB schon unmittelbar nach Besuch von Finanzminister Giannis Varoufakis aktiv wurde, hat starke Signalwirkung: So, wie Griechenlands Regierung es vorhat, läuft es mit der EZB nicht», kommentierte Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte von der Commerzbank.

Ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone könnte sogar positive Wirkungen für den Euro haben, so der Analyst. Es müsse klar gemacht werden, dass sich die Länder an die «Hausordnung im Euroraum» halten müssten. Eine «ordnungspolitische Standhaftigkeit» wäre ein positives Signal für die Währung Europas. Der Besuch des griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble brachte zunächst keine Ergebnisse, ohne dass dies den Euro merklich bewegt hätte.

Nach deutlich gestiegenen deutschen Industrieaufträgen im Dezember beschleunigte der Eurokurs seinen Aufwärtstrend. «Der Jahresabschluss präsentiert sich damit sehr versöhnlich», kommentierte Volkswirt Mario Gruppe von der NordLB. Um den konjunkturellen Start ins neue Jahr müsse einem «nicht bange» sein.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,74820 (0,75160) britische Pfund, 133,98 (134,49) japanische Yen und 1,0587 (1,0602) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1259,25 (1268,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 35 000,00 (35 070,00) Euro. (awp/mc/pg)

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