Euro fällt mit Aussicht auf weniger US-Billiggeld

Eurokurs
(Bild: © Niffylux - www.niffylux.com)

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Frankfurt am Main – Der Kurs des Euro ist am Freitag mit der Aussicht auf ein Abebben der Geldflut in den USA gesunken. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,3728 US-Dollar und damit etwas schwächer als am Vorabend gehandelt. Sein Tagestief hatte der Euro am Mittag bei 1,3709 Dollar markiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3727 (Donnerstag: 1,3775) Dollar fest.

Wichtige Konjunkturdaten standen vor dem Wochenende nicht an, so dass die Geldpolitik das bewegende Thema am Devisenmarkt war. Nach der Einigung auf ein Haushaltsbudget in den USA ist die Wahrscheinlichkeit deutlich gestiegen, dass die Notenbank Fed rasch weniger Geld zum Ankurbeln der Wirtschaft druckt. Nimmt die Dollarschwemme nicht weiter zu, stärkt dies den Wert der US-Währung.

50-%-Chance auf Tapering in diesem Monat
«Wir sehen eine fast 50-prozentige Chance für ein Tapering in diesem Monat», sagt Ökonom Robert Wood von der Berenberg Bank. Als «Tapering» wird im Finanzjargon die Drosselung des ultrabilligen Geldes bezeichnet, mit dem die Fed die US-Konjunktur anschiebt. Die Währungshüter tagen in der nächsten Woche und könnten bereits am Mittwoch erste Abstriche an ihrer extrem lockeren Geldpolitik machen.

Franken kaum verändert
Der Schweizer Franken zeigt sich am späten Freitagnachmittag gegenüber den wichtigsten Währungen nur wenig verändert. Der Euro wird zu 1,2228 CHF gehandelt gegenüber 1,2226 CHF am Mittag und auch der USD zeigt sich mit 0,8907 (Mittag: 0,8904) CHF kaum bewegt.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1232,00 (1225,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 28’190,00 (28’550,00) Euro. (awp/mc/pg)

 

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