Euro steigt trotz EZB-Lockerung auf Zweiwochenhoch

Euro steigt trotz EZB-Lockerung auf Zweiwochenhoch

Frankfurt am Main – Der Euro hat am Freitag trotz einer noch lockeren Geldpolitik im Währungsraum zeitweise zugelegt. Im Hoch stieg die Gemeinschaftswährung auf 1,3677 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit gut zwei Wochen. Am späten Nachmittag stand sie mit 1,3637 Dollar etwas tiefer. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3642 (Donnerstag: 1,3567) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7330 (0,7371) Euro.

Bisher zeigt sich der Euro von der grossen EZB-Lockerungsrunde vom Donnerstag kaum beeindruckt. Und dies, obwohl die Währungshüter mit Negativzinsen eine Massnahme ergriffen hatten, die nach Meinung zahlreicher Beobachter auch auf eine Schwächung der starken Währung abzielt. Das Kalkül, das Wachstum über günstigere Ausfuhren anzuschieben und die schwache Inflation durch teurere Einfuhren zu erhöhen, geht bislang nicht auf. Auch weitere Schritte wie neue Langfristkredite für die Banken stossen nicht auf ungeteilte Begeisterung: Die Ratingagentur Moody’s teilte am Freitag mit, die Auswirkungen seien «vermutlich minimal».

USA lassen Rezession nach sechs langen Jahren hinter sich
Erst ein robuster Arbeitsmarktbericht aus den USA setzte den Euro vor dem Wochenende etwas unter Druck. Die Jobzahlen für Mai deuten auf eine anhaltende Erholung hin. Allerdings zeigt sich auch, wie schwer die Rezession in den USA nach der Finanzkrise 2008 war: Sechs Jahre hat es gedauert, bis der Arbeitsmarkt die Folgen des Konjunktureinbruchs hinter sich gelassen und die Jobverluste aufgeholt hat. Das ist deutlich länger als in früheren Rezessionen.

Zum Schweizer Franken hat sich der Euro am späten Nachmittag mit 1,2189 CHF (Mittag 1,2180) wieder etwas der Marke von 1,22 CHF angenähert. Die US-Währung hat sich zum Franken ebenfalls minimal verteuert auf 0,8938 CHF (Mittag 0,8927).

Die Feinunze Gold wurde in London mit 1247,50 (1252,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29 100,00 (28 910,00) Euro. (awp/mc/upd/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.