Euro legt zum Dollar zu – Dollar unter Parität zum Franken

Eurokurs
(Bild: © Niffylux - www.niffylux.com)

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Frankfurt – Der Euro hat am Freitag spürbar an Wert gewonnen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0950 US-Dollar und damit einen Cent mehr als im Tagestief. Zum Franken hat der Euro am Nachmittag abgegeben und kostet akuell 1,0941 CHF nach 1,0955 am Mittag. Ein US-Dollar kostet am Freitagnachmittag 0,9995 CHF nach zuvor 1,0047 CHF und ist damit unter die Parität gefallen.

Eine schlechte Stimmung an den Aktienmärkten sorgte zum Wochenausklang für deutlichen Zulauf in als sicher geltenden Häfen. Neben dem japanischen Yen gehört dazu seit einiger Zeit auch der Euro. Unter Abwertungsdruck standen hingegen Währungen aus Ländern mit einer hohen Rohstoffproduktion wie Australien, Russland oder Südafrika. An vielen Rohstoffmärkten setzte sich der Preiseinbruch fort, besonders deutlich am Ölmarkt.

Enttäuschende US-Daten
Am Nachmittag wurde der Euro zusätzlich durch eine allgemeine Dollarschwäche beflügelt, nachdem amerikanische Konjunkturdaten enttäuscht hatten. Sowohl der Einzelhandel als auch die Industrie entwickelten sich im Dezember schwach. Die US-Industrie leidet unter dem im längeren Vergleich starken Dollar. Hinzu kommt der Ölpreisverfall, der die Förderunternehmen belastet. Ob die amerikanische Notenbank in einem derartigen Umfeld ihren Ende 2015 begonnen Straffungskurs fortsetzt, gilt an den Finanzmärkten zunehmend als fraglich.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,0914 (Donnerstag: 1,0893) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,9163 (0,9180) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,76150 (0,75703) britische Pfund , 127,80 (128,26) japanische Yen und 1,0951 (1,0950) Schweizer Franken fest. Ein Kilogramm Gold kostete 31 340,00 (31 560,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1093,75 (1088,40) Dollar gefixt. (awp/mc/upd/ps)

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