Europa-Schluss: Zurückhaltung vor US-Preisdaten

Europa-Schluss: Zurückhaltung vor US-Preisdaten
(Adobe Stock)

Paris / London – Nach dem freundlichen Wochenschluss haben es die Anleger an Europas wichtigsten Aktienmärkten am Montag ruhig angehen lassen. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone schloss mit einem Minus von 0,12 Prozent bei 5078,96 Punkten. Für den französischen Cac 40 ging es ebenfalls um 0,12 Prozent auf 8209,28 Punkte nach unten. Der Londoner FTSE 100 verlor 0,22 Prozent auf 8414,99 Zähler. Die beiden letztgenannten Indizes hatten am Freitag Rekordhochs erreicht.

Vor den wichtigen US-Inflationsdaten am Dienstag und vor allem jenen am Mittwoch wollten Marktteilnehmer keine grösseren Engagements eingehen. Die Daten gelten als massgeblicher Faktor für die weitere Zinsentwicklung und geben damit auch die Richtung für die Aktienmärkte vor. Noch ist unsicher, wann die Notenbank der USA mit Zinssenkungen beginnt. Niedrigere Zinsen würden die Konjunktur ankurbeln und Aktien gegenüber Anleihen attraktiver machen.

Aus Branchensicht gingen die in den letzten Wochen stark gebeutelten Werte aus der Automobilbranche auf Erholungskurs und legten um 1,4 Prozent zu. Damit sicherten sie sich den ersten Platz in der Sektorübersicht. Im EuroStoxx verzeichneten entsprechend die Papiere von Stellantis mit plus 3,7 Prozent die grössten Gewinne.

Unter den weiteren Einzelwerten fielen die Aktien von Sanofi um 1,7 Prozent. Der Pharmakonzern wird mehr als eine Milliarde Euro in drei Anlagen in Frankreich investieren, um die Produktion in seinem Heimatland hochzufahren.

An der Spitze des FTSE schnellten die Papiere von Diploma auf ein Rekordhoch und gewannen letztlich 4,1 Prozent. Das auf technische Produkte und Dienstleistungen spezialisierte Unternehmen hatte das Margenziel für das laufende Geschäftsjahr erhöht.

Am Index-Ende verloren die Anteilscheine von BAE Systems 3,2 Prozent, nachdem sie am Freitag auf ein Rekordhoch gestiegen waren. Nun strich die Bank of America die Kaufempfehlung für die Aktien des Rüstungskonzerns. Die Analysten sehen jetzt nur noch ein begrenztes Aufwärtspotenzial für die Papiere.

Die Papiere von Akzo Nobel stiegen um 2,0 Prozent, nachdem die UBS die Anteilscheine zum Kauf empfohlen hatte. Die Bewertung spiegele das von ihm erwartete Wachstum des operativen Ergebnisses des Farbenherstellers noch nicht adäquat wider, schrieb Analyst Geoff Haire. (awp/mc/ps)

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