Europa-Schluss: Auch auf höchstem Stand seit Februar noch keine Schwäche

Europa-Schluss: Auch auf höchstem Stand seit Februar noch keine Schwäche

Paris – Europas Aktienmärkte haben am Mittwoch auf hohem Niveau weiter zugelegt. Der EuroStoxx 50 baute nach einem starken Wochenauftakt im Zuge der deutlich gestiegenen Hoffnungen auf einen Corona-Impfstoff und des US-Wahlsiegs von Joe Biden die Gewinne der vorangegangenen beiden Börsentage noch aus. Er schloss 0,72 Prozent höher bei 3467,30 Punkten. Das war der höchste Stand seit Ende Februar.

«Die Stimmung am Markt hellt sich mit der Hoffnung auf einen Impfstoff immer mehr auf», sagte Analyst Pierre Veyret vom Handelshaus Activtrades. Es gebe allerdings Investoren, denen die jüngsten Kursgewinne an den Börsen bereits als zu hoch erschienen. Nach acht Tagen mit Kursgewinnen in den zurückliegenden neun Handelstagen lägen Gewinnmitnahmen nahe.

In Paris rückte der französische Cac 40 um weitere 0,48 Prozent auf 5445,21 Punkte auf den höchsten Stand seit Anfang März vor. Der Londoner Leitindex FTSE 100 verbuchte ein deutlicheres Plus von 1,35 Prozent auf 6382,10 Zähler.

Zu den schwächsten Titeln im Am Ende des EuroStoxx-50 zählten die Aktien von Prosus . Diese waren zuvor im Hongkonger Handel auf Talfahrt gegangen.

«Die Hoffnung, dass die Pandemie bald einigermassen unter Kontrolle gebracht werden kann, könnte eine grössere Rotation raus aus den Tech-Lieblingen hin zu bislang unpopulären Titeln auslösen», erläuterte Analyst Milan Cutkovic vom Broker Axi. Für die europäischen Aktienmärkte, die deutlich geringer von den Tech-Werten abhingen, wären dies dem Experten zufolge erfreuliche Nachrichten.

Zu den grössten Gewinnern im EuroStoxx-50 zählten zur Wochenmitte die Aktien des Pharmakonzerns Sanofi mit plus 3,1 Prozent. Auch im Branchenvergleich lagen Pharmawerte mit plus 1,9 Prozent gut im Rennen. Noch stärker legte der Versorgersektor mit plus 2,6 Prozent zu. Investoren setzten am Mittwoch eher auf Substanzwerte als auf wachstumsträchtige Branchen, sagten Händler. So gewannen die im EuroStoxx 50 notierten Papiere der Versorger Iberdrola und Engie 2,6 beziehungsweise 2,4 Prozent. (awp/mc/pg)

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