Europa-Schluss: Börsen gehen in die Knie – Inflationsängste

Boerse

Paris / London – Zunehmende Inflationsängste haben den Anlegern an Europas wichtigsten Aktienmärkten am Dienstag die Laune verdorben. Besonders stark unter Verkaufsdruck standen Technologiepapiere. Dagegen setzten Ölwerte ihren zuletzt guten Lauf fort.

Der EuroStoxx50 schliesst mit einem Minus von 2,56 Prozent bei 4058,82 Punkten und damit fast auf seinem Tagestief. In Paris sank der Cac 40 um 2,17 Prozent auf 6506,50 Punkte. Der FTSE 100 in London büsste 0,50 Prozent auf 7028,10 Punkte ein.

«Nachdem monatelang behauptet wurde, die Inflation sei vorübergehend, wird nun immer deutlicher, dass der Anstieg der Energiepreise und die damit verbundenen Probleme in der Lieferkette das Wachstum bremsen und wahrscheinlich zu einer starken Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit sowie zu einer gewissen Zerstörung der Nachfrage führen werden», erklärte Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK.

Der Stoxx Europe 600 Technology rutschte mit minus 4,8 Prozent auf das tiefste Niveau seit Ende Juli ab. Papiere des Halbleiterindustrie-Ausrüsters ASML führten mit einem Abschlag von 7,2 Prozent die lange Verliererliste im Eurostoxx 50 an.

Die Ölpreise setzten derweil ihren Höhenflug fort – und mit ihnen der Stoxx Europe 600 Oil & Gas mit dem höchsten Stand seit Februar 2020. Entsprechend stark waren Papiere wie Eni , Shell , BP und Totalenergies mit Aufschlägen von bis zu 2,1 Prozent. (awp/mc/pg)

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