Iran stoppt angeblich Öllieferungen in die EU

Mahmud Ahmadinedschad

Irans Staatspräsdident Mahmud Ahmadinedschad.

Teheran – Der Iran hat nach Angaben eines staatlich kontrollierten Fernsehsenders die Öllieferung an sechs Staaten der Europäischen Union gestoppt. Von dem Exportstopp seien die Länder Spanien, Italien, Griechenland, Frankreich Portugal und die Niederlande betroffen, berichtet der Fernsehsender «Press TV» ohne weitere Details oder ein Quelle zu nennen.

Von der EU-Kommission hiess es in einer ersten Stellungnahme, dass es keine Berichte über einen Lieferstopp von Rohöl aus dem Iran in EU-Länder gebe. Die Ölpreise reagierten zeitweise mit einem starken Anstieg.

EU-Ölembargo gegen Teheran
Es gebe «überhaupt keine Informationen», dass der Iran einseitig den Lieferverpflichtungen nicht nachkomme, sagte zudem Kommissionssprecher Michael Mann vor Journalisten. Zuletzt hatte die EU vor dem Hintergrund des Atomstreits der westlichen Industriestaaten mit dem Iran ein Ölembargo gegen das Regime in Teheran verhängt. Allerdings soll das Embargo erst ab Juli voll in Kraft treten. Die europäischen Regierungen arbeiten derzeit an Plänen die Öllieferungen aus dem Iran durch andere Förderstaaten zu ersetzen.

Ölpreise steigen
Die Ölpreise reagierten mit einem starken Anstieg auf den Fernsehbericht aus dem Iran. Der Preis für ein Barrel der Norseesorte Brent mit Auslieferung im April sprang auf ein Tageshoch von 119,99 US-Dollar. Der Preis fiel dann aber schnell wieder zurück auf zuletzt 118,50 Dollar. (awp/mc/ps)

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