Ölpreise wenig verändert – Brent kratzt an Siebenjahreshoch

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(Pixabay)

New York / London – Die Ölpreise haben nach der jüngsten Rally eine Verschnaufpause eingelegt. Nach vier Gewinnwochen in Folge hielten sich die Bewegungen am Montag nun in engen Grenzen. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 86,11 US-Dollar. Das waren 5 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 10 Cent auf 83,92 Dollar.

Europäisches Brent-Rohöl notiert derzeit nur knapp unter seinem höchsten Stand seit dem Jahr 2014. Der Preis der US-Sorte WTI liegt aktuell in Reichweite seines Höchststandes vom vergangenen Oktober, was ebenfalls ein mehrjähriges Hoch gewesen war.

Seit Jahresbeginn haben die Ölpreise spürbar zugelegt. Experten nennen mehrere Gründe für die Preisaufschläge, darunter Produktionsausfälle in grösseren Förderländern wie Libyen. Zudem scheint sich die Erdölnachfrage trotz der Omikron-Welle des Coronavirus relativ robust zu zeigen. Hinzu kommt der zuletzt schwächere Dollar, der Rohöl für Interessenten ausserhalb des Dollarraums günstiger macht und die Nachfrage von dort ankurbelt.

Von der jüngsten Produktionsnormalisierung in Libyen sind die Erdölpreise allerdings kaum belastet worden. «Offenbar nehmen die Marktteilnehmer derzeit selektiv nur bestimmte Nachrichten wahr, die für steigende Preise sprechen», kommentierte Commerzbank-Fachmann Carsten Fritsch die Entwicklung. Dazu passten auch Äusserungen des weltgrössten Ölhändlers Vitol, wonach die Ölpreise wegen des angespannten Angebots weiter steigen könnten. (awp/mc/pg)

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