Ölpreise bauen Kursgewinne vor US-Arbeitsmarktdaten aus

Ölfässer

New York / London – Die Ölpreise haben am Freitag ihre seit Wochenbeginn eingefahrenen Kursgewinne weiter ausgebaut. Als Grund für die Kauflaune nannten Händler den zuletzt schwachen US-Dollar, der die Nachfrage in Ländern ausserhalb des Dollarraums antreibt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Juli-Lieferung kostete gegen Mittag 104,02 Dollar. Das waren 41 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 33 Cent auf 95,09 Dollar.

Im Verlauf der Woche konnten die Ölpreise unterm Strich deutlich zulegen. Zwei Faktoren sorgten laut Beobachtern für steigende Preise. Zum einen hat sich der Kurs des Dollar in der laufenden Woche spürbar abgeschwächt, und Rohöl wurde für Investoren ausserhalb des Dollarraums günstiger. Zum anderen hat sich das gegenwärtig hohe Ölangebot zuletzt zumindest etwas verringert, wie Lagerdaten aus den USA gezeigt hatten. Gestützt werden die Ölpreise zum Wochenschluss auch von unerwartet guten Konjunkturdaten aus Deutschland. In der grössten europäischen Volkswirtschaft waren die Exporte und die Produktion in den Unternehmen deutlich gestiegen.

US-Arbeitsmarktbericht in Fokus
Im weiteren Handelsverlauf werden wichtige Konjunkturdaten aus den USA in den Mittelpunkt rücken. Auf dem Programm steht kurz vor dem Wochenende der an den Märkten stark beachtete US-Arbeitsmarktbericht für Mai. Volkswirte erwarten bei der Zahl der Beschäftigten einen Zuwachs um 163.000 bei einer stagnierenden Arbeitslosenquote. Der Bericht hat derzeit immense Bedeutung für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed, die gegenwärtig über eine Verringerung ihrer milliardenschweren Anleihekäufe nachdenkt.

Opec-Öl günstiger
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) fiel hingegen zuletzt leicht zurück. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 100,93 US-Dollar. Das waren 16 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/upd/ps)

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