Ölpreise erholen sich etwas vom starken Einbruch am Vortag

Oil
(Photo by Maria Lupan on Unsplash)

New York / London – Die Ölpreise sind am Dienstag nach dem Einbruch am Vortag wieder gestiegen. Nachdem die Notierungen am Morgen noch an die Talfahrt vom Wochenauftakt angeknüpft hatten, drehten sie am späten Vormittag in die Gewinnzone. Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenreaktion.

Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 113,80 US-Dollar. Das waren 1,32 Dollar mehr als am Vortag. Am Montag war der Brent-Preis noch um rund zehn Dollar eingebrochen. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg am Dienstag um 92 Cent auf 106,88 Dollar.

Nach wie vor herrscht am Ölmarkt die Sorge, dass der erneute Ausbruch des Coronavirus in China die weltweite Nachfrage nach Öl dämpfen könnte. In Shanghai trat der bisher grösste Lockdown in dem Land seit Beginn der Pandemie in Kraft. Im Osten und Süden der 26 Millionen Einwohner zählenden Hafenmetropole gelten weiträumige Ausgangssperren.

«Die chinesische Zero-Covid-Politik sorgt, wenn auch unfreiwillig, für eine gewisse Entspannung am Ölmarkt», kommentierte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank das Handelsgeschehen. Er wies aber auch darauf hin, dass die Lage am Ölmarkt wegen der Lieferausfälle aus Russland nach wie vor sehr angespannt sei.

Marktbeobachter verwiesen aber auch auf aktuelle Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Rund viereinhalb Wochen nach der russischen Invasion haben Moskau und Kiew am Morgen in Istanbul eine neue Verhandlungsrunde gestartet, die von Beobachtern als äusserst schwierig eingeschätzt wird. (awp/mc/pg)

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