Ölpreise geben nach

Oil
(Photo by Zachary Theodore on Unsplash)

New York / London – Die Ölpreise haben am Donnerstag etwas nachgegeben und sich von ihren höchsten Ständen seit gut einem Jahr entfernt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 61,35 US-Dollar. Das waren 11 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 18 Cent auf 58,50 Dollar. Die Ölpreise erholten sich von noch deutlicheren Verluste, nachdem die Aktienmärkte zulegten.

Belastet wurden die Ölpreise durch eine abermalige Kürzung der Prognose für die globale Rohölnachfrage durch die Internationale Energieagentur IEA. Die Jahresprognose wurde um 200’000 Barrel je Tag reduziert. Hauptgrund sind neue Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie, die die Reisetätigkeit und die wirtschaftliche Aktivität begrenzen.

IEA für zweite Jahreshälfte zuversichtlicher
Für die zweite Jahreshälfte gibt sich die IEA zuversichtlicher, da dann ein steigender Benzinverbrauch erwartet wird. Die Erholung des Erdölmarkts von dem schweren Corona-Einbruch im Frühjahr 2020 sei jedoch „fragil“. „Neue Lockdowns, strenge Mobilitätsbeschränkungen und eine eher langsame Verbreitung von Impfstoffen in Europa haben den erwarteten Aufschwung verzögert.“

Die Erdölpreise steigen schon seit einiger Zeit und bewegen sich aktuell in der Nähe einjähriger Höchststände. Hauptgrund ist die Aussicht auf flächendeckende Corona-Impfungen und weniger Mobilitätsbeschränkungen. Auf der Angebotsseite begrenzt der Ölriese Saudi-Arabien seine Förderung, was den Preisen ebenfalls zugute kommt. (awp/mc/ps)

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