Ölpreise geben etwas nach

Oil
(Photo by Dimitry Anikin on Unsplash)

New York – Die Ölpreise haben am Freitag etwas nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 73,00 US-Dollar. Das waren drei Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 26 Cent auf 69,73 Dollar.

Zuvor leichte Kursgewinne gaben die Ölpreise angesichts einer überraschend schwachen Beschäftigungsentwicklung in den USA im August wieder ab. Ein schwächere wirtschaftliche Erholung würde auch die Nachfrage nach Rohöl dämpfen. Die Kursausschläge hielten sich jedoch in Grenzen. Schliesslich ist die Arbeitslosenquote gefallen und die Stundenlöhne waren deutlich gestiegen.

Auf Wochensicht haben die Ölpreise hingegen merklich zugelegt. Die Notierung für US-Rohöl legte seit Montag um fast zwei Prozent zu. Gestützt wurden die Ölpreise im Verlauf der Woche durch einen unerwartet starken Rückgang der Ölreserven in den USA und durch eine Kursschwäche des US-Dollar. Wenn der Dollar an Wert verliert, wird das in Dollar gehandelte Öl auf dem Weltmarkt für viele Interessenten günstiger, was die Nachfrage erhöht.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wurden die Ölpreise allerdings durch die Förderpolitik der in der Opec+ zusammengeschlossenen Förderstaaten gebremst. Die Ölallianz hatte im Verlauf der Woche beschlossen, trotz der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus an der für Oktober geplanten Erhöhung der Fördermenge festzuhalten.

Ausserdem bleiben die Folgen des Hurrikans «Ida» in den USA ein Thema am Ölmarkt. Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank verwies auf Aussagen des britischen Forschungsinstituts IHS Markit. Demnach könnten die vom Wirbelsturm betroffenen amerikanischen Ölanlagen innerhalb von drei Wochen wieder funktionstüchtig sein. «Damit scheint die Normalisierung der Rohölverarbeitung doch etwas schneller zu gehen als zunächst befürchtet», so Fritsch.

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