Ölpreise gefallen – Neustart der Öllieferungen über Druschba-Pipeline

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(Foto: Pexels)

New York / London – Die Ölpreise sind am Mittwoch etwas gefallen. Meldungen über einen Neustart der russischen Öllieferungen über die Pipeline Druschba (Freundschaft) nach Ungarn hätten die Notierungen belastet, hiess es von Marktbeobachtern. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete zuletzt 95,93 US-Dollar. Das waren 40 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur September-Lieferung fiel um 23 Cent auf 90,28 Dollar.

Am Vortag waren die Ölpreise zeitweise um jeweils mehr als einen Dollar gestiegen, nachdem die Einstellung der Lieferung von russischem Öl über den Südstrang der Pipeline Druschba bekannt geworden war. Der Transit nach Ungarn, Tschechien und in die Slowakei war unterbrochen. Zuletzt wurde bekannt, dass russische Öllieferungen über die Pipeline Druschba wieder laufen würden, nachdem der Mineralölkonzern Transitgebühren zur Wiederaufnahme bezahlt habe.

In den USA sind die Lagerbestände an Rohöl sind in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Zudem stieg die Ölförderung. Sie erreichte den höchsten Stand seit April 2020. In den Monaten danach belastete die Corona-Pandemie die Produktion.

Der deutlich gefallene Dollarkurs belastete die Ölpreise nur vorübergehend. Die in den USA überraschend deutlich gesunkene Inflationsrate hatte den Dollar unter Druck gebracht. Ein schwächerer Dollar macht Rohöl in anderen Währungsräumen günstiger und stützt so die Nachfrage. (awp/mc/pg)

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