Ölpreise legen leicht zu – IEA pessimistischer für Ölmarkt

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(Photo by Cameron Venti on Unsplash)

New York / London – Die Ölpreise haben am Dienstag etwas zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostete zuletzt 50,73 US-Dollar. Das waren 44 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 52 Cent auf 47,51 Dollar.

Nach einem Bericht der Internationale Energieagentur (IEA) machten die Ölpreise anfängliche Verluste wieder wett und legten etwas zu. Die Erholung des Ölmarktes von der Corona-Pandemie wird nach Einschätzung der IEA langsamer als bisher prognostiziert verlaufen. «Die Nachfrage wird eindeutig längere Zeit niedriger sein als erwartet», so die IEA. Die Agentur reduzierte daher ihre Prognose für die Rohölnachfrage.

«Der Markt bleibt fragil», schreibt die IEA. Schliesslich wurden zuletzt in Europa erneut viele wirtschaftliche Beschränkungen beschlossen, die die Nachfrage nach Rohöl dämpfen. Schon am Vortag hatte das Ölkartell Opec seine Nachfrageprognose für das erste Quartal 2021 gesenkt. Trotzdem wollen die Förderländer ihre Produktion im kommenden Jahr Schritt für Schritt anheben.

In den vergangenen Wochen haben die Ölpreise kräftig zugelegt, da Forschungserfolge im Impfstoffbereich die Hoffnung auf eine absehbare Eindämmung der Corona-Pandemie genährt haben. Gedämpft wurde dieser Optimismus zuletzt durch neue Beschränkungen in zahlreichen grossen Volkswirtschaften, darunter Deutschland. (awp/mc/ps)

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