Ölpreise legen weiter zu

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(Bild: Edelweiss - Fotolia.com)

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New York / London – Die Ölpreise sind am Montag dank einer erneuten Lockerung der Geldpolitik in China weiter gestiegen. Gegen Mittag kostete ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni 63,87 US-Dollar und damit 42 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 47 Cent auf 56,21 Dollar.

Meldungen aus China hätten die Ölpreise zum Wochenauftakt gestützt, hiess es aus dem Handel. Das Land stemmt sich gegen eine konjunkturelle Abkühlung. Am Wochenende hatte die Notenbank People’s Bank of China (PBoC) die Anforderungen für die Mindestreserve der Geschäftsbanken des Landes gesenkt. Mit der Massnahme soll die Konjunktur der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt wieder stärker in Schwung gebracht werden, was auch einen Anstieg beim Ölverbrauch nach sich ziehen würde.

Rohöl für Finanzanleger wieder attraktiver
In der vergangenen Woche ging es mit den Ölpreise massiv nach oben. Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank hatte es beim Brent-Preis den stärksten Preisanstieg innerhalb einer Woche seit mehr als fünf Jahren gegeben. Obwohl der Ölmarkt nach wie vor überversorgt sei, werde Rohöl für Finanzanleger attraktiver: «Die spekulativen Finanzanleger springen auf den Zug auf und verstärken mit ihren Käufen den Preisanstieg», hiess es in einer Analyse der Commerzbank.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte zuletzt ebenfalls zu. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis der Ölsorten des Kartells am Freitag bei 59,52 US-Dollar gelegen habe. Das sind 64 Cent mehr als am Vortag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/upd/ps)

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