Ölpreise kaum verändert

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(Adobe Stock)

New York / London – Die Ölpreise haben sich am Freitag kaum verändert. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 100,30 US-Dollar. Das waren 28 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg hingegen um 15 Cent auf 96,18 Dollar.

Die Ölpreise haben zuletzt einen grossen Teil ihrer Aufschläge seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs abgegeben. Sie liegen aber immer noch deutlich höher als zu Jahresbeginn. Schon vor der Invasion Russlands waren die Erdölpreise spürbar gestiegen. Russland ist einer der weltgrössten Erdölförderer.

Zum jetzigen Preisrückgang tragen einige Faktoren bei. Zum einen haben grosse Verbrauchsländer, vereint in der Internationalen Energieagentur (IEA), bereits zweimal Teile ihrer strategischen Ölreserven freigegeben, um dem Preisanstieg etwas entgegenzusetzen. Laut Commerzbank-Experte Carsten Fritsch entspannt sich die Angebotslage am Ölmarkt dadurch spürbar. «Dies macht sich in der Preisentwicklung bemerkbar.»

Zum anderen scheint das rigorose Vorgehen Chinas gegen regionale Corona-Ausbrüche zunehmend zum wirtschaftlichen Problem zu werden. Das Festhalten der chinesischen Regierung an ihrer Zero-Covid-Politik dürfte wiederkehrende Lockdowns zur Folge haben, was Spuren in der Ölnachfrage hinterlassen dürfte, erwartet Experte Fritsch.

Darüber hinaus nehmen an den Märkten die Befürchtungen zu, dass die erwartete Straffung der US-Geldpolitik erhebliche konjunkturelle Bremsspuren mit sich bringt. Die USA sind zusammen mit China der grösste Ölverbraucher der Welt. (awp/mc/ps)

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