Ölpreise geben nach – Opec+ erhöht Fördermenge weiter

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(Photo by Cameron Venti on Unsplash)

New York – Die Aussicht auf eine höhere Fördermenge wichtiger Ölstaaten hat die Ölpreise am Mittwoch belastet. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 70,64 US-Dollar. Das waren 99 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im Oktober fiel um 1,04 Dollar auf 67,46 Dollar.

Die von Saudi-Arabien und Russland angeführte Ölallianz Opec+ dreht den Ölhahn wie erwartet im Oktober weiter auf. Die Tagesproduktion werde um 400 000 Barrel (je 159 Liter) erhöht, berichtete die Opec am Mittwoch nach einer Online-Konferenz der 23 beteiligten Länder. Damit sind weiter steigende Benzinpreise in den nächsten Wochen unwahrscheinlicher geworden. Das Ölkartell Opec+ versorgt etwa 45 Prozent des Weltmarktes mit dem Rohstoff.

Nach einem Grundsatzbeschluss der Opec+ vom Sommer soll die Ausweitung der Produktion um jeweils 400 000 Barrel am Tag auch in den Folgemonaten weitergehen. Allerdings will das Ölkartell jeden Monat überprüfen, ob die Strategie noch richtig ist. Die nächsten Beratungen sind für den 4. Oktober geplant.

Die Entwicklung der Ölreserven in den USA trat etwas in den Hintergrund. Am Nachmittag war ebenfalls bekannt geworden, dass die amerikanischen Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche deutlich stärker als erwartet gefallen waren. Die sinkenden Ölreserven konnten die Ölpreise aber nur etwas stützen, wobei die Notierungen einen kleinen Teil der Verluste wettmachten. (awp/mc/pg)

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