Ölpreise fallen – Doha-Gespräche gescheitert

Öl
(Bild: © Witold Krasowski - Fotolia.com)

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New York / London / Wien – Die Ölpreise sind am Montag nach gescheiterten Gesprächen wichtiger Ölförderländer über eine Begrenzung der Fördermenge gefallen. Der befürchtete Ausverkauf am Ölmarkt blieb aber aus. Nachdem die Ölpreise am frühen Morgen noch stark eingebrochen waren, konnten sie bis zum Nachmittag einen Teil der frühen Verluste wieder wettmachen.

In einer ersten Reaktion auf das gescheiterte Treffen am Wochenende fielen die Preise für Nordsee-Öl und für US-Öl am frühen Morgen um jeweils etwa sieben Prozent. Zeitweise erreichte der Brent-Preis ein Tief bei 40,10 Dollar und der US-Ölpreis bei 37,61 Dollar. Das war der stärkste Einbruch an einem Handelstag seit Anfang Februar.

Im weiteren Tagesverlauf konnten sich die Ölpreise aber deutlich erholen und etwa die Hälfte der frühen Verluste wieder wettmachen. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni 42,11 Dollar. Das sind 98 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai fiel zuletzt um 1,09 Dollar auf 39,27 Dollar.

«Treffen in Doha Fiasko»
«Das Treffen in Doha endete im Fiasko», kommentierten die Rohstoffexperten der Commerzbank die gescheiterten Gespräche. In Doha sollte dem Verfall der Ölpreise entgegenwirkt werden. Die Rohstoffmacht Russland wollte mit führenden Staaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) eine Begrenzung der Fördermenge erreichen. Die Einigung auf eine Obergrenze bei der Produktion scheiterte nach Einschätzung von Beobachtern an Saudi-Arabien.

Der Preis für Opec-Rohöl ging zuletzt erneut zurück. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis am Freitag 38,05 US-Dollar betragen habe. Das waren 53 Cent weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/upd/ps)

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