Ölpreise steigen weiter

Oil
(Foto: Saudi Aramco)

New York – Die Ölpreise haben am Montag nach einer Verlängerung der Produktionskürzungen führender Ölstaaten weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich bis zum Mittag um 54 Cent auf 42,84 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 30 Cent auf 39,85 Dollar. Damit setzten die Ölpreise ihre rasante Erholung der vergangenen Wochen fort.

Im frühen Handel hatten die Ölpreise noch etwas höher gestanden. Der Preis für US-Öl war in der vergangenen Nacht erstmals seit März wieder über 40 Dollar je Barrel gestiegen. Am Wochenende hatten die Opec und ihre Partner beschlossen, die aktuelle Drosselung der Ölproduktion um einen weiteren Monat zu verlängern. Demnach werden die in der Opec+ zusammengefassten Ölstaaten die Produktion auch im Juli um knapp zehn Millionen Barrel pro Tag drosseln. Darüber hinaus sollen Länder, die im Mai und Juni mehr Öl als vereinbart gefördert haben, in den kommenden Monaten entsprechend weniger fördern.

Die Förderkürzung soll helfen, die Ölpreise zu stabilisieren. In der Corona-Krise ist der Ölverbrauch drastisch eingebrochen. Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank verwies darüber hinaus auf die jüngste Preisgestaltung durch Saudi-Arabien. Demnach habe das führende Land der Opec die Verkaufspreise für Juli „massiv angehoben“.

Die Ölpreise befinden sich nach dem Corona-Crash seit Ende April auf Erholungskurs. So stieg der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent seit dem Mitte April erreichten Tief inzwischen wieder um rund 170 Prozent. Auch der Preis für die US-Sorte WTI zog kräftig an. Im Zuge der Corona-Krise waren die Ölpreise kollabiert – so fiel der Brent-Preis von rund 60 Dollar Mitte Februar bis auf 16 Dollar im April. (awp/mc/pg)

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