Ölpreise: Deutliche Verluste – Politische Risiken belasten

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(Pixabay)

New York / London – Die Ölpreise sind am Montag nach einem freundlichen Start stark unter Druck geraten und haben das tiefste Niveau seit gut einer Woche erreicht. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 85,48 US-Dollar. Das waren 2,41 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 2,69 Dollar auf 82,45 Dollar.

Belastet wurden die Erdölpreise vor allem durch die kräftigen Kursverluste an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks, die unter der jüngsten Zunahme politischer Risiken litten. Rohstoffe wie Erdöl gelten als riskante Anlagen, die in Zeiten hoher Risikoabneigung von Anlegern umschifft werden. Als Belastung hinzu kam ein mittlerweile deutlich stärkerer US-Dollar, der Rohöl für Interessenten ausserhalb des Dollarraums verteuerte und auf der Nachfrage von dort lastete. Erdöl wird traditionell in der US-Währung gehandelt.

Commerzbank-Experte Carsten Fritsch aber hält steigende Ölpreise für gerechtfertigt. Der Experte schrieb zur: «Die Zuspitzung des Ukraine-Konflikts und die angespannte Sicherheitslage im Mittleren Osten rechtfertigen eine Risikoprämie auf den Ölpreis.» Während Russland immer mehr Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammenzieht und die USA eine Aufstockung ihres Truppenkontingents in Osteuropa erwägen, verschärfen sich die Spannungen zwischen den jemenitischen Huthi und einer Allianz angeführt von Saudi-Arabien.

Die Erdölpreise haben allerdings seit Jahresbeginn deutlich zugelegt und in der vergangenen Woche siebenjährige Höchststände markiert. Hauptgründe für diese Entwicklung sind ein relativ knappes Angebot und eine solide Nachfrage. Die aktuelle Corona-Welle scheint die Wirtschaft nicht so stark zu belasten wie frühere Wellen. Als ein Grund gilt die zwar ansteckendere, aber mit Blick auf Symptome meist weniger drastische Omikron-Variante des Virus. (awp/mc/pg)

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