Ölpreise legen zu

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(Adobe Stock)

New York – Die Ölpreise haben am Montag zugelegt. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 113,76 US-Dollar. Das waren 2,18 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 2,14 Dollar auf 110,55 Dollar.

Die Ölpreise profitierten von dem gefallenen Dollar-Kurs. Dieser macht Rohöl für Anleger aus anderen Währungsräumen günstiger. Zudem behindern Proteste die Auslieferung von Rohöl aus Libyen. In Norwegen werden Streiks in der Ölindustrie erwartet.

Am Rohölmarkt hatten zuletzt die Preise drückende Gründe dominiert. Für Belastung sorgt vor allem die Furcht vor einer deutlichen Abkühlung der Weltwirtschaft. Die Erdölpreise sind deshalb in den vergangenen Wochen tendenziell gefallen – allerdings von hohem Niveau aus. Seit Jahresbeginn sind die Preise hingegen um rund 40 Prozent gestiegen. Gründe sind vor allem der Krieg Russlands gegen die Ukraine und das Ende der Corona-Beschränkungen in weiten Teilen der Welt.

Ein Belastungsfaktor ist auch das strikte Vorgehen der politischen Führung gegen die Corona-Welle in China. In grossen Metropolen wie Shanghai oder Peking scheinen die jüngsten Ausbrüche unter Kontrolle zu sein. Jedoch melden die Behörden aus ländlicheren Regionen steigende Infektionszahlen. China ist einer der grössten Ölverbraucher der Welt.

Im weiteren Handelsverlauf dürfte es kaum Impulse geben. Die USA begehen den Feiertag «Independence Day». (awp/mc/pg)

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