Ölpreise steigen auf Fünfmonatshoch

Ölfässer

New York / London – Die Ölpreise sind am Montag wegen der Sorge über ein zu geringes Angebot weiter gestiegen. Die Notierungen für Öl aus der Nordsee und US-Rohöl erreichten zum Wochenstart jeweils den höchsten Stand seit fünf Monaten.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 70,76 US-Dollar. Das waren 42 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 37 Cent auf 63,45 Dollar. Zuvor hatten der Brent-Preis bei 70,83 Dollar und der WTI-Preis bei 63,53 Dollar die höchsten Stände seit November erreicht.

Sorge vor Bürgerkrieg in Libyen
Marktteilnehmer nannten die drohende Eskalation der Krise in Libyen als einen Grund für die Preisaufschläge am Ölmarkt. In dem ölreichen Opec-Land sieht sich die international anerkannte Regierung einer militärischen Offensive eines regionalen Machthabers ausgesetzt. Der militärische Vorstoss schürte am Markt die Sorge vor einem Bürgerkrieg.

Libyen hat im vergangenen Monat etwa 1,1 Millionen Barrel Rohöl am Tag gefördert und ist damit ein mittelgrosser Produzent im Ölkartell Opec. „Dem Ölmarkt droht im Falle neuerlicher Produktionsausfälle in Libyen ein noch grösseres Angebotsdefizit im zweiten Quartal“, hiess es in einer Analyse von Rohstoffexperten der Commerzbank.

Die Commerzbank-Experten verwiesen ausserdem auf jüngste Konjunkturdaten aus den USA. „Durch die robusten US-Arbeitsmarktdaten am Freitag sind die Nachfragesorgen nochmals geringer geworden“, hiess es weiter. Zuvor hätten schon Konjunkturdaten aus China überzeugt und damit Hinweise auf eine höhere Nachfrage nach Rohöl auf dem Weltmarkt signalisiert. (awp/mc/ps)

Opec-Korbpreis

WTI / NYMEX

Brent / ICE

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