Ölpreise durch Gewinnmitnahmen leicht belastet

Ölfässer

Singapur – Die Ölpreise haben am Mittwoch leichte Verluste verzeichnet, nachdem sie am Vortag auf neue Höchststände geklettert waren. Händler machten Gewinnmitnahmen für die Preisabschläge verantwortlich. Ein Barrel (159 Liter) Brent zur Lieferung im April kostete zuletzt 121,45 US-Dollar. Das waren 22 Cent weniger als am Dienstag. Das Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) verbilligte sich um 50 Cent auf 105,75 Dollar.

Am Dienstag hatte der Brentpreis auf dem höchsten Stand seit neun Monaten geschlossen und auch WTI legte weiter zu. Trotz der jüngsten Gegenbewegung sehen die Rohstoffexperten der Commerzbank die Ölpreise weiter im Höhenflug. So habe der Iran der Internationalen Energieagentur IAEA den Zugang zu den umstrittenen Atomanlagen verwehrt. Ausserdem scheine das Land nach dem jüngst verhängten Lieferstopp an Frankreich und Grossbritannien weitere Abnehmer für sein Öl zu verlieren. China, Indien und Japan planen laut Commerzbank, ihre Öleinfuhren aus dem Iran voraussichtlich um mindestens zehn Prozent zu reduzieren. In diese drei Länder seien zuletzt knapp die Hälfte der iranischen Ölexporte gegangen.

Opec-Rohölpreis steigt weiter
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen weiter gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 119,20 Dollar. Das waren 60 Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/pg)

WTI / NYMEX

Opec-Korbpreis

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