Ölpreise brechen ein – Dollar-Anstieg belastet

Öl-Tanker

New York – Die Ölpreise sind am Donnerstag wegen eines stark steigenden Dollarkurses eingebrochen. Am späten Nachmittag kostete ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni 114,40 US-Dollar. Das waren 6,79 Dollar weniger als am Mittwoch. Auch der Preis für die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) gab deutlich nach. Er sank um 6,02 Dollar auf 103,22 Dollar.

Der starke Anstieg des Dollar zum Euro belastete die Ölpreise. Der Euro sank um fast drei Cent und fiel bis auf 1,4584 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte für den Juni einen unveränderten Leitzins signalisiert. Ein steigender Dollarkurs macht Rohöl für Anleger teurer – dies belastet die Nachfrage. Bereits vor der Zinsentscheidung waren die Ölpreise gefallen. Händler begründeten die mit einer Fortsetzung der Korrektur an den vergangenen Tagen. Allein seit Wochenbeginn sind die Rohölpreise um rund zehn Dollar gesunken.

Opec-Preis deutlich gesunken
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist erneut deutlich gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Mittwoch im Durchschnitt 116,96 US-Dollar. Das waren 1,79 Dollar weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/ss/upd/ps)

Opec-Korbpreis

WTI / NYMEX

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