US-Schluss: Dow gewinnt 0,6% auf 17’793 Punkte

US-Schluss: Dow gewinnt 0,6% auf 17’793 Punkte

New York – Gute US-Konjunkturdaten haben die Wall Street am Freitag nach oben befördert. Anzeichen eines beschleunigten Wirtschaftswachstums in den USA in Verbindung mit der von der US-Notenbank signalisierten Zurückhaltung bei möglichen Zinserhöhungen hätten die Kurse gestützt, sagten Händler. Dies sei für Anleger das Beste aus beiden Welten, hiess es.

Der Dow Jones Industrial gewann 0,61 Prozent auf 17’792,75 Punkte und erreichte damit den höchsten Schlussstand seit Anfang Dezember. Auf Wochenbasis ergab sich für den US-Leitindex ein Plus von knapp 1,6 Prozent. Den Monat März hatte der Dow am Vortag mit einem Gewinn von mehr als 7 Prozent beendet. Im ersten Quartal sprang allerdings nur ein Plus von rund 1,5 Prozent heraus.

Der marktbreite S&P-500-Index stieg am Freitag um 0,63 Prozent auf 2072,78 Punkte. Das ist der höchste Schlusskurs in diesem Jahr. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 legte um 1,08 Prozent auf 4532,08 Zähler zu.

Der US-Arbeitsmarkt hatte sich im März insgesamt weiter robust entwickelt, sowohl die Beschäftigung als auch die Stundenlöhne waren gestiegen. Einzig die Arbeitslosenquote enttäuschte. Zudem hatte sich die Stimmung in der US-Industrie im März stärker als erwartet aufgehellt und die Laune der Verbraucher hatte sich nicht so stark eingetrübt wie zunächst gedacht. Die Bauausgaben waren im Februar allerdings überraschend gefallen.

Experten der VP Bank aus Liechtenstein sahen in den Jobdaten ein gutes Signal. Der US-Arbeitsmarkt läuft demnach „rund“. „Die Anzahl der neugeschaffenen Stellen zeigt, dass die US-Unternehmen ihren Optimismus nicht verloren haben und fleissig einstellen“, schrieb Chefvolkswirt Thomas Gitzel in einem am Freitag vorgelegten Kommentar. Eine Zinserhöhung im Juni erscheine deshalb nach wie vor angebracht.

Der Ölsektor litt unter deutlich nachgebenden Preisen für das schwarze Gold. Entsprechend waren die Aktien von Chevron und ExxonMobil mit Verlusten von 1,19 Prozent beziehungsweise 0,75 Prozent ganz unten im Dow zu finden. Bester Dow-Wert waren die Titel der Investmentbank Goldman Sachs mit einem Anstieg um 1,81 Prozent.

Tesla-Aktien stiegen um 3,40 Prozent, nachdem der Elektroautohersteller mit dem „Model 3“ am Vorabend sein erstes Fahrzeug für den Massenmarkt vorgestellt hatte. Experte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut der Uni Duisburg Essen glaubt, dass das Modell den Elektroantrieb, der bislang nur ein Nischendasein fristet, in den Massenmarkt bringen kann

Die Papiere von Starwood Hotels & Resorts Worldwide rutschten dagegen um 4,85 Prozent ab. Das Wettbieten um die Hotelkette ist mit einem überraschenden Paukenschlag zu Ende gegangen: Die Investoren um den chinesischen Versicherer Anbang hatten ihr erst zu Wochenbeginn erhöhtes Angebot zurückgezogen. Damit ist der Weg frei für das Konkurrenzgebot des US-Hotelkonzerns Marriott , der etwa 13,2 Milliarden Dollar in bar und eigenen Aktien bietet. Marriott-Aktien verloren 5,69 Prozent.

Die Titel von Fiat Chrysler sanken um gut 4 Prozent. Der Autobauer hatte zuvor enttäuschende US-Absatzzahlen für März veröffentlicht. (awp/mc/upd/ps)

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