US-Schluss: Schwächer

US-Schluss: Schwächer

New York –  Die US-Börsen haben am Dienstag Verluste verbucht. Die Hoffnung auf eine kurz bevorstehende Einigung im Finanzstreit verflüchtigte sich, nachdem erneute Gespräche gescheitert waren. Harry Reid, der Mehrheitsführer der Demokraten im Senat hatte zuvor einen Plan des von den Republikanern dominierten Repräsentantenhauses zurückgewiesen. Die Verhandlungen im Senat seien aber nicht zum Erliegen gekommen, sagten Sprecher beider Seiten.  Der Dow Jones Industrial schloss mit minus 0,87 Prozent bei 15.168, 01 Punkten knapp über seinem Tagestief. Der S&P-500-Index verlor 0,71 Prozent auf 1.698,06 Punkte. Der Nasdaq 100 sank um 0,35 Prozent auf 3.244,66 Punkte, nachdem er sich über weite Strecken im Plus gehalten hatte.

In den nächsten zwei Tagen müssen sich Demokraten und Republikaner geeinigt haben, damit die Vereinigten Staaten nicht zahlungsunfähig werden. Zudem ist die Verwaltung wegen des Haushaltsstreits weiterhin grösstenteils lahmgelegt. Ein Blick auf aktuelle Konjunkturdaten zeigte zugleich, dass sich der Frühindikator für das Verarbeitende Gewerbe im US-Bundesstaat New York im Oktober deutlich eingetrübt hatte. Der Empire-State-Index war von 6,29 Punkten im Vormonat auf 1,52 Zähler gefallen. Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg auf 7,0 Punkte erwartet.

Einen kleinen Lichtblick lieferte die angelaufene Berichtssaison. Im Dow standen vor allem die Aktien von Johnson & Johnson sowie Coca-Cola im Fokus. Der US-Konsumgüter- und Medizintechnikkonzern hatte im dritten Quartal bei Umsatz und operativem Gewinn deutlich zugelegt und blickt nun etwas optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Dazu trugen vor allem gute Geschäfte mit neuen Medikamenten bei. Die Johnson & Johnson-Aktie konnte zumindest einen kleinen Teil ihrer Tagesgewinne retten und schloss mit plus 0,14 Prozent. Damit war sie der stärkste Wert.

Die Papiere von Coca-Cola hingegen drehten im Handelsverlauf ins Minus und verloren 0,66 Prozent. Zwar hatten sich in Südeuropa die Verbraucher mit dem Kauf von Cola und anderen Softdrinks zurückgehalten, dafür hatte der US-Konzern aber seinen Absatz in anderen Regionen, insbesondere in der Heimat, gesteigert. Die Anteilsscheine von Microsoft retten ein kleines Plus von 0,12 Prozent über die Schlussglocke. Eine positive Studie des Analysehauses Jefferies stützte. Die neue operative Struktur sorge für Transparenz, schrieb Analyst Ross MacMillan. Zudem überzeuge ihn zunehmend der Wandel hin zum Cloud-Geschäft.

Die Unsicherheiten über die künftige Geldpolitik in den USA hatten hingegen die Geschäfte der Citigroup gebremst. Im dritten Quartal hatte die Bank weniger verdient als von Analysten erwartet worden war, was der Aktie im S&P-100-Index ein Minus von 1,49 Prozent eintrug.

Ein angekündigtes, milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm liess die FedEx-Papiere zugleich um 4,08 Prozent hochschnellen. Tesla Motors stiegen nach einem laut Händlern positiven Analystenkommentar von Wedbush um 2,35 Prozent.(awp/mc/upd/ps/cs)

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