US-Schluss: Verluste – Zinssorgen und Ölpreis-Rutsch

US-Schluss: Verluste – Zinssorgen und Ölpreis-Rutsch

New York – Sorgen um eine rasche Leitzinserhöhung in den USA haben der Wall Street den Wochenauftakt verhagelt. Zudem drückte der fortgesetzte Ölpreisverfall laut Börsianern weiter auf die Stimmung. Der Dow Jones Industrial schloss am Montag 0,58 Prozent tiefer bei 17 180,84 Punkten, nachdem er in der Vorwoche den grössten Rückschlag seit mehr als drei Jahren erlitten hatte.

Der breit gefasste S&P-500-Index verlor am Montag 0,63 Prozent auf 1989,63 Punkte, und für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 1,00 Prozent auf 4157,41 Punkte nach unten.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der immer weiter sinkende Ölpreis bei den Anlegern Sorgen um eine nachlassende Konjunkturdynamik ausgelöst, da der Preisrutsch zunehmend als Resultat einer Nachfrageschwäche interpretiert worden war. Diese Bedenken stünden nach wie vor im Raum, sagte ein Börsianer.

Zudem rückte die Geldpolitik der Fed nach guten Daten zur US-Industrieproduktion erneut in den Fokus. Zusammen mit den jüngsten Daten aus dem Einzelhandel ergebe sich ein positives Bild der US-Wirtschaft, schrieb Paul Dales vom Analysehaus Capital Economics in einer Studie. Das könnte mit Blick auf die Fed-Sitzung in dieser Woche den Ton angeben. Anleger sorgen sich Börsianern zufolge nun, dass die Fed an diesem Mittwoch eine unerwartet rasche Leitzinswende signalisieren könnte – gilt doch die Billiggeld-Politik als einer der wichtigsten Kurstreiber der vergangenen Jahre.

Mit Blick auf die Einzelwerte erholten sich die Papiere von ExxonMobil mit einem Plus von 0,35 Prozent ein Stück weit von ihren jüngsten Verlusten. Die Aktien des Ölkonzerns hatten unter dem Ölpreisrutsch gelitten. An die Spitze des Dow Jones aber kletterten die Papiere des Flugzeugbauers Boeing . Sie verteuerten sich um mehr als ein Prozent. Schlusslicht im US-Leitindex waren die Titel der Fast-Food-Kette McDonald’s . Sie fielen um mehr als zwei Prozent.

Die Aktien von Petsmart gewannen mehr als vier Prozent. Ein Konsortium um das Beteiligungsunternehmen BC Partners will die Fachhandelskette für Tiernahrung und -zubehör kaufen. (awp/mc/pg)

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