US-Schluss: Dow tritt auf der Stelle bei 17’790 Punkten

US-Schluss: Dow tritt auf der Stelle bei 17’790 Punkten

New York – US-Aktien haben am Mittwoch vor dem Hintergrund gemischt ausgefallener Wirtschaftsdaten kaum verändert geschlossen. Die Veröffentlichung des Konjunkturberichts der amerikanischen Notenbank Fed (Beige Book) liess die Anleger vollkommen kalt.

Der Dow Jones Industrial schloss 0,01 Prozent höher bei 17’789,67 Punkten, nachdem er am Dienstag rund ein halbes Prozent verloren hatte. Der marktbreite S&P-500-Index legte um 0,11 Prozent auf 2099,33 Punkte zu. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor hingegen 0,08 Prozent auf 4525,07 Punkte.

Die Stimmung in der US-Industrie hatte sich im Mai überraschend aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex ISM war von 50,8 Punkten im Vormonat auf 51,3 Punkte gestiegen, während Bankvolkswirte im Schnitt mit einem Rückgang auf 50,3 Punkte gerechnet hatten. Die US-Bauausgaben waren im April zum Vormonat überraschend zurückgegangen. Allerdings relativiert sich das Minus von 1,8 Prozent dadurch, dass der Wert für März stark nach oben korrigiert wurde.

Auf Unternehmensseite standen die Aktien von Sportartikelherstellern unter Druck. Under Armour hatte seinen Jahresausblick gekappt, nachdem einer der grössten Kunden, Sports Authority, einen Antrag auf Gläubigerschutz und Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt hatte. Die Papiere von Under Armour verloren 3,92 Prozent. Im Sog dessen büssten die Anteilsscheine des Wettbewerbers Nike als einer der schwächsten Dow-Werte 0,51 Prozent ein.

Der Hersteller von Designer-Handtaschen Michael Kors hingegen überraschte die Anleger mit einer überraschend guten Prognose für den Gewinn je Aktie. Zudem kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm an. Die Titel sprangen um 6,62 Prozent nach oben.

Darüber hinaus bleiben Übernahmen ein Thema an der Wall Street. Der SAP-Rivale Salesforce will den Anbieter von Software für den Online-Einzelhandel, Demandware , für rund 2,8 Milliarden US-Dollar übernehmen. Demandware-Aktien sprangen um 55,89 Prozent hoch. Salesforce-Papiere hingegen verloren 0,31 Prozent.

Der unter Druck geratene Halbleiter-Konzern AMD will unter anderem mit günstigen Chips für die Anzeige virtueller Realität aus der Krise kommen. Die Anleger überzeugte dies jedoch nicht, die Titel verloren 3,06 Prozent.

Der Eurokurs näherte sich wieder der Marke von 1,12 Dollar. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1187 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1174 (Dienstag: 1,1154) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8949 (0,8965) Euro gekostete. Am Rentenmarkt legten richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen um 1/32 Punkte auf 98 1/32 Punkte zu. Ihre Rendite betrug 1,84 Prozent. (awp/mc/upd/ps)

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