US-Schluss: Plus bröckelt wegen Apple trotz US-Arbeitsmarkt

US-Schluss: Plus bröckelt wegen Apple trotz US-Arbeitsmarkt

New York – Auch ein überraschender Rückgang der Arbeitslosigkeit in den USA im September hat die New Yorker Börsen am Freitag nicht in Feierlaune versetzen können. Zwar erreichte der Dow Jones Industrial im frühen Handel bei 13.661 Punkten den höchsten Stand seit fast fünf Jahren. Kurz vor Handelsschluss bröckelte der weltweite Leitindex aber kurz ins Minus. Zum Schluss erkämpfte sich der Dow ein Plus von 0,26 Prozent auf 13.610,15 Punkte. Auf Wochensicht steht damit ein Zuwachs von 1,29 Prozent zu Buche. Der marktbreite S&P 500-Index ging mit einem Tagesverlust von 0,03 Prozent auf 1.460,93 Punkten aus dem Handel.

An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Composite Index 0,42 Prozent auf 3.136,19 Punkte, der Nasdaq 100 fiel um 0,59 Prozent auf 2.811,94 Punkte.

Die Technologieindizes und auch der S&P 500 seien von einem deutlichen Minus beim Schwergewicht Apple nach unten gedrückt worden, sagten Händler. Vor dem Wochenende hätten einige Investoren zudem Gewinne mitgenommen. Der Optimismus durch den überraschend guten Arbeitsmarktbericht sei vor diesem Hintergrund verflogen. Im September war die Arbeitslosenquote entgegen der Erwartungen auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2009 gesunken. Volkswirte hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet. Dabei hatte die US-Wirtschaft in etwa so viele Arbeitsplätze wie erwartet geschaffen, die Vormonatswerte wurden aber deutlich nach oben revidiert. Die US-Arbeitsmarktzahlen seien freundlicher als erwartet ausgefallen, bestätigte Analyst Bernd Krampen von der NordLB. Die Aufhellung am Arbeitsmarkt bekomme wieder neue Dynamik. Für Barack Obama bringe der Arbeitsmarktbericht laut Krampen vor der Wahl gute Nachrichten.

Apple-Aktien sackten um 2,12 Prozent auf 652,65 US-Dollar ab, nachdem der Rivale Samsung mit einem Sprung von 91 Prozent beim operativen Gewinn die Erwartungen im abgelaufenen Quartal hatte deutlich schlagen können. Die Südkoreaner eilen dank ihrer Galaxy-Smartphones von einem Rekord zum anderen. Samsung ist zum weltgrössten Mobiltelefon-Hersteller aufgestiegen und hielt zuletzt auch klar die Spitzenposition im lukrativen Smartphone-Markt.

Im Dow waren indes b mit plus 2,36 Prozent auf 63,20 Dollar der Favorit. Händlern zufolge zählten die Hausbauer im allgemeinen zu den Favoriten und das habe auch die Aktien der Baumärkte mit nach oben gezogen. Lowe’s Companies gewannen 2,65 Prozent. Zudem seien Konsumwerte vom guten Arbeitsmarktbericht gestützt worden. Bankentitel standen dagegen mit einem Minus von 0,26 Prozent bei JPMorgan und 0,96 Prozent bei Bank of America überwiegend auf der Verliererseite. Die rote Laterne im Dow hielt aber am Freitag die Unitedhealth Group mit minus 1,45 Prozent.

Bei den Banken behaupteten dagegen Morgan Stanley-Aktien ein Plus von 0,17 Prozent auf 17,50 Dollar. Bankchef James Gorman hält die Bezahlung in der Branche immer noch für zu hoch. Es gebe zudem trotz der jüngsten Sparrunden weiterhin zu viele Investmentbanker. Für sein Haus stellte er weitere Kürzungen in Aussicht und sieht die Kosten ungeachtet der jüngst verhängten Massnahmen weiter auf dem Prüfstand.

Zynga-Aktien brachen indes nach einer Zielsenkung um 12,06 Prozent ein. Der «Farmville»-Erfinder steckt weiter tief in den roten Zahlen. Für sein abgelaufenes drittes Quartal warnte der Online-Spieleanbieter vor einem Verlust von 90 bis 105 Millionen Dollar. Der erwartete Quartalsumsatz von 300 bis 305 Millionen Dollar enttäuschte die Börsianer ebenso. Die Aktien des wichtigen Partners Facebook verloren 4,74 Prozent. (awp/mc/pg/upd/ps)

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