US-Schluss: Dow steigt um 0,4% auf 18’110,14 Punkte

US-Schluss: Dow steigt um 0,4% auf 18’110,14 Punkte

New York – Die wichtigsten US-Indizes haben am Dienstag keinen gemeinsamen Trend gefunden. Der Dow Jones Industrial und der S&P 500 trotzten dem im April überraschend schwachen US-Verbrauchervertrauen und gingen mit moderaten Gewinnen aus dem Handel. Der Technologiesektor war dagegen von Gewinnmitnahmen bei Apple und einem massiven Kurseinbruch bei Twitter geprägt.

Der Dow Jones war im frühen Handel zwar bis auf 17’917 Punkte abgerutscht. Letztlich schaffte der US-Leitindex jedoch die Wende und schloss mit einem Aufschlag von 0,40 Prozent bei 18’110,14 Punkten. Der marktbreite S&P 500, der tags zuvor im Handelsverlauf bei 2125 Punkten einen weiteren Rekordstand erreicht hatte, verbesserte sich um 0,28 Prozent auf 2114,76 Punkte. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 sank indes um 0,22 Prozent auf 4515,26 Punkte.

Volkswirte hatten mit einer leichten Belebung der Konsumlaune gerechnet. Die wichtigste Frage bleibt, wann und in welchem Tempo die US-Notenbank Fed ihren Leitzins anheben wird. Nach einer raschen Zinswende sieht es aber nicht aus: Die Konjunktur dürfte im ersten Quartal stark durch das schlechte Wetter und zahlreiche Streiks belastet worden sein. Erste Wachstumszahlen werden am Mittwoch veröffentlicht. Am Mittwoch gibt dann die Federal Reserve ihre Zinsentscheidung bekannt.

Unter den Standardwerten standen Merck & Co und UPS mit Kursgewinnen von 5,04 beziehungsweise 3,43 Prozent im Fokus. Der Umbau hinterlässt beim US-Pharmakonzern zwar weiter deutliche Spuren und der Gewinn war im ersten Quartal um 44 Prozent eingebrochen. Am Finanzmarkt übertraf Merck mit seinem bereinigten Gewinn je Aktie die Erwartungen aber deutlich. Bei dieser Kennzahl werden Sondereffekte wie Übernahmen und Umbaukosten herausgerechnet. Den Ausblick für das Gesamtjahr für diese Kennziffer erhöhte Merck leicht.

Auch der US-Paketdienstleister UPS hatte zum Jahresauftakt mehr verdient als erwartet. Dank verbesserter Geschäfte im US-Heimatmarkt und erhöhter Preise hatte der Gewinn im ersten Quartal um knapp 13 Prozent zum Vorjahreszeitraum zugelegt, wie der DHL-Rivale mitteilte.

Während Merck-Papiere den Dow anführten, hielten Apple-Aktien nach ihrem Quartalsbericht vom Vorabend die rote Laterne. Nachdem im frühen Handel fast 22 Prozent Plus im laufenden Jahr aufgelaufen waren, machten die Anleger Kasse. Apple-Aktien verloren 1,58 Prozent. Dabei hatte das iPhone dem Konzern im abgelaufenen Konzern den nächsten haushohen Milliarden-Gewinn beschert. Der Verkauf war im Jahresvergleich um 40 Prozent auf knapp 61,2 Millionen Geräte gestiegen. Dem Analysten Andy Perkins von der französischen Investmentbank Societe Generale zufolge wird es die im September erwartete nächste iPhone-Generation nach dem nun überraschend starken Absatz schwer haben, dem Vergleich standzuhalten.

Deutlich schwerer erwischte es aber die Twitter-Aktionäre, deren Anlage nach einem Kurseinbruch um 18,18 Prozent wieder weniger wert ist als am ersten Handelstag im November 2013. Der Kurznachrichtendienst steckt weiterhin tief in den roten Zahlen fest. Der Umsatz war im ersten Quartal im Jahresvergleich zwar um 74 Prozent gestiegen, verfehlte damit aber sowohl die eigenen Vorhersagen als auch die Erwartungen der Analysten. Auch die Prognose für 2015 wurde gekappt. Twitter musste die Zahlen am Dienstag früher als geplant vorlegen, weil Eckdaten bereits durchgesickert waren. Die Aktie war daraufhin in der letzten Handelsstunde eine Zeit lang ausgesetzt gewesen. (awp/mc/upd/ps)

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