US-Schluss: Gewinnmitnahmen nach Rekordjagd

US-Schluss: Gewinnmitnahmen nach Rekordjagd

New York – Nach der Rekordjagd vom Vortag haben am US-Aktienmarkt zur Wochenmitte Gewinnmitnahmen eingesetzt. Der Dow Jones Industrial sank am Mittwoch um 0,61 Prozent auf 16 613,97 Punkte. Der S&P-500-Index verlor 0,47 Prozent auf 1888,53 Punkte. Tags zuvor hatte er erstmals in seiner Geschichte die Marke von 1900 Punkten geknackt und wie der Dow auf einem Höchststand geschlossen. An der Technologiebörse Nasdaq büsste der Auswahlindex Nasdaq 100 nun 0,50 Prozent auf 3593,25 Punkte ein. Den Anlegern fehlten auf dem Rekordniveau des Aktienmarktes frische Impulse, hiess es. Unterdessen waren US-Staatsanleihen sehr gefragt – die Rendite von Staatspapieren mit zehnjähriger Laufzeit fiel auf das tiefste Niveau seit einem halben Jahr.

Auf Unternehmensseite richteten sich die Blicke weiterhin auf die langsam auslaufende Quartalsberichtssaison. Die Aktien von Fossil fielen um gut zehn Prozent an das Ende des S&P 500, nachdem das Mode- und Uhrenunternehmen beim Ausblick auf das zweite Quartal die Erwartungen verfehlt hatte. Für die Papiere des russischen Mobilfunkkonzerns Vimpelcom ging es als schwächster Nasdaq 100-Titel um rund fünfeinhalb Prozent nach unten. Aufgrund harter Konkurrenz und dem schwachen Rubel musste die Führung ihre Umsatz- und Gewinnziele zurückschrauben. Dagegen zogen Western Digital um fast dreieinhalb Prozent an. Barclays hatte die Papiere des Festplattenherstellers empfohlen.

Auch der Landmaschinenhersteller Deere & Co. sorgte bei seinen Aktionären nicht für Freudensprünge. Das Unternehmen verfehlte im abgelaufenen Quartal die Umsatzerwartungen und reduzierte seinen Erlösausblick. Die Titel büssten daraufhin gut zwei Prozent ein.

Für die Titel des Handelsunternehmens Sears Holdings ging es nach freundlichem Beginn um fast sechs Prozent nach unten. Der mit Umsatzrückgängen kämpfende Konzern lotet Handlungsoptionen für seine 51-Prozent-Beteiligung an Sears Canada aus. Dabei könnte auch ein Verkauf zur Debatte stehen. Den Kursrutsch begründeten Börsianer mit Meldungen, wonach grosse Versicherer Sears-Zulieferer angeblich nur noch zu deutlich schlechteren Bedingungen absichern.

Im Dow schlossen die Papiere von Cisco knapp im Minus. Der Netzwerkspezialist legte nachbörslich Zahlen vor. (awp/mc/upd/ps)

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