US-Schluss: Dow gewinnt 0,1% auf 16’392 Punkte

US-Schluss: Dow gewinnt 0,1% auf 16’392 Punkte

New York – Die Investoren an der Wall Street sind angesichts erneut gefallener Ölpreise vor dem Wochenende vorsichtig geblieben. Der Dow Jones Industrial knüpfte an seinen moderaten Vortagesverlust an und schloss 0,13 Prozent tiefer bei 16’391,99 Punkten. Es sei nicht sonderlich überraschend, dass dem Index nach der jüngsten Erholungsrally die Puste ausgegangen sei, sagte ein Börsianer. Die Anleger dürfen sich über ein Wochenplus von mehr als zweieinhalb Prozent freuen. Das war der bisher höchste Zuwachs in diesem Jahr.

Der marktbreite S&P-500-Index trat am Freitag unter dem Strich bei 1917,78 Punkten auf der Stelle und der Nasdaq 100 stieg um 0,30 Prozent auf 4164,09 Zähler. Allerdings war der technologiewertelastige Index tags zuvor deutlicher unter Druck geraten als die Standardwerteindizes.

Bereits am Donnerstag hatten die Ölpreise nach ihrer jüngsten Erholung angesichts gestiegener US-Reserven einen spürbaren Dämpfer erhalten. Die Korrelation zwischen den Ölpreisen und dem Aktienmarkt bleibe vorerst hoch, sagte Analyst Jasper Lawler vom Broker CMC Markets. Für zusätzliche Unsicherheit hätten nun vor dem Wochenende Inflationsdaten gesorgt.

In den USA hatte die Teuerung im Januar spürbar angezogen. Gerade die auf 2,2 Prozent gestiegene Kerninflation, die die Energie- und Lebensmittelpreise aussen vor lässt, dürfte die US-Notenbank Fed zunehmend beunruhigen, schrieb Analyst Bernd Krampen von der NordLB in einer Studie. Sollte sich die Lage auf den Kapitalmärkten beruhigen und die Wachstumsängste wie erwartet zurückgehen, könnte eine anhaltend hohe Kernrate ein wichtiges Argument für einen Zinsschritt der Fed im Sommer sein.

Die Aktien der Baumarktkette Home Depot gewannen an der Dow-Spitze 1,43 Prozent. Schlusslicht waren die Papiere des Chipkonzerns Intel. Sie büssten 2,41 Prozent ein.

Mit Blick auf die laufende Berichtssaison enttäuschte der Traktorenhersteller John Deere mit einer Senkung des Gewinnausblicks. Der Kurs knickte daraufhin um mehr als 4 Prozent ein. Schlechte Nachrichten lieferte auch Nordstrom. Der Einzelhändler hatte in der Weihnachtssaison weniger Umsatz erzielt als gedacht. Am Markt wurde das mit einem Kursminus von 6,73 Prozent quittiert.

Die Aktien des Halbleiterindustrie-Ausrüsters Applied Materials gewannen nach einem überraschend guten Geschäftsausblick hingegen mehr als 7 Prozent.

Ein Euro kostete zuletzt 1,1130 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1096 Dollar festgesetzt. Am US-Rentenmarkt fiel der Kurs zehnjähriger Staatsanleihen um 3/32 Punkte auf 98 27/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 1,75 Prozent. (awp/mc/upd/ps)

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