US-Schluss: Fester – Konjunkturdaten und WhatsApp-Übernahme

US-Schluss: Fester – Konjunkturdaten und WhatsApp-Übernahme

New York – US-Aktien sind am Donnerstag fester aus dem Handel gegangen. Die angepeilte Übernahme von WhatsApp durch Facebook habe trotz uneinheitlich ausgefallener Konjunkturdaten für Optimismus gesorgt, sagten Marktteilnehmer. Der Dow Jones Industrial gewann 0,58 Prozent auf 16 133,23 Punkte. Der S&P-500-Index stieg um 0,60 Prozent auf 1839,78 Punkte. Der Nasdaq 100 legte um 0,52 Prozent auf 3671,93 Punkte zu.

Der vom privaten Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) war im Februar auf 56,7 Punkte von 53,7 im Vormonat gestiegen. Ein Zählerstand über 50 Punkte zeigt an, dass sich die Wirtschaft auf Expansionskurs befindet. Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Februar war hingegen unerwartet stark eingebrochen. Der entsprechende Index der regionalen Notenbank von Philadelphia (Philly-Fed-Index) war von plus 9,4 Punkten im Vormonat auf minus 6,3 Zähler gefallen. Experten hatten mit plus 8,0 Punkten gerechnet. Die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe waren in der vergangenen Woche etwas weniger als erwartet.

Unter den Einzelwerten sorgte Facebook mit dem Kauf des Rivalen WhatsApp für die grössten Schlagzeilen. Das weltgrösste Online-Netzwerk zahlt für den Anbieter der populären Kurznachrichten-App insgesamt 19 Milliarden Dollar. Der Kauf soll nach der noch ausstehenden Genehmigung durch die Wettbewerbshüter später im Jahr besiegelt werden. Börsianer sind von der Übernahme aufgrund des hohen Preises noch nicht überzeugt. Der Facebook-Kurs erholte sich nach einem schwachen Auftakt und gewann letztlich 2,31 Prozent. Die Analysten der UBS bezeichneten die Übernahme als cleveren strategischen Schachzug. Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research sieht darin hingegen eine Verzweiflungstat von Facebook-Chef Marc Zuckerberg.

Wal-Mart-Aktien gaben um 1,78 Prozent nach und waren damit schwächster Wert im Dow. Ein Preiskampf im Einzelhandel durch Discounter und Online-Händler sowie zurückhaltende Verbraucher machen dem Konzern zu schaffen. Im vierten Geschäftsquartal war der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gefallen. Tesla Motors sprangen um 8,43 Prozent nach oben. Die teure Elektro-Limousine Tesla Model S verkauft sich besser als erwartet. Im vergangenen Jahr hatte der kalifornische Hersteller 22’500 der Wagen ausgeliefert. In diesem Jahr sollen es 35’000 Stück werden, kündigte Firmengründer und Chef Elon Musk an.

Konjunktursorgen haben den Euro belastet. Sowohl in China als auch im Euroraum waren Wirtschaftsdaten schwächer als erwartet ausgefallen. Zuletzt stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3717 US-Dollar. Richtungweisende zehnjährige Anleihen sanken um 4/32 Punkte auf 99 31/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,75 Prozent. (awp/mc/upd/ps)

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