US-Schluss: Dow Jones Industrial geht die Puste aus

US-Schluss: Dow Jones Industrial geht die Puste aus

New York – Die Standartwerte-Indizes an der Wall Street haben sich am Donnerstag nach ihrem guten Lauf der letzten Wochen kraftlos präsentiert. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,06 Prozent tiefer bei 18 214,42 Punkten und der marktbreite S&P 500 fiel um 0,15 Prozent auf 2110,74 Punkte. Zur Wochenmitte hatten sich beide Börsenbarometer im Handelsverlauf noch auf Bestmarken geschleppt. An der Nasdaq stieg der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 am Donnerstag hingegen um 0,49 Prozent auf 4462,27 Punkte.

Momentan fehlten entscheidende Nachrichten, die nach den jüngsten Kursgewinnen einen zusätzlichen positiven Schub verleihen könnten, sagte ein Händler. Grössere Verkäufe blieben aber in Ermangelung negativer Nachrichten bisher aus. Ein vorübergehender deutlicherer Rückschlag, also eine Korrektur, würde nach den zuletzt rasanten Kursanstiegen allerdings nicht verwundern.

Im Wochenverlauf hatten noch Äusserungen von US-Notenbankchefin Janet Yellen für gute Laune bei den Anlegern gesorgt. Sie hatte gesagt, dass die Fed nach wie vor keine Eile habe, sich von ihrer jahrelangen Nullzinspolitik zu verabschieden. Dabei hatte sie aber auch angedeutet, dass die Fed eine erste Zinsanhebung nach der Finanzkrise bald signalisieren könnte. Am Donnerstag lieferten nun US-Daten zu den Verbraucherpreisen und den Auftragseingängen für langlebige Güter den Gegnern einer Leitzinserhöhung im Grunde keine neuen Argumente.

Zu den grössten Verlierern im Dow Jones zählten angesichts fallender Ölpreise die Aktien der Branchenkonzerne Chevron Corp. und ExxonMobil . Beide verbilligten sich um jeweils mehr als ein Prozent.

Die Anteilsscheine von Morgan Stanley verloren 1,45 Prozent. Im Streit um windige Hypothekengeschäfte steht die US-Bank vor einem Vergleich mit den Behörden. Morgan Stanley soll 2,6 Milliarden Dollar zahlen, wie aus einer Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Es sei eine grundsätzliche Übereinkunft erzielt worden. Das Geldhaus habe für den Fall 2,8 Milliarden Dollar zurückgelegt.

Grund zum Jubeln hatten hingegen die Aktionäre des Softwarespezialisten Salesforce . Der Kurs schoss um fast 12 Prozent nach oben, nachdem der SAP-Konkurrent die Umsatzprognose leicht erhöht hatte.

Apple-Aktien verteuerten sich um 1,26 Prozent. Der iPhone-Konzern könnte seine mit Spannung erwartete Computeruhr bereits Anfang März im Detail präsentieren. Apple lud zu einer Veranstaltung in San Francisco für den 9. März ein, machte aber keine Angaben dazu, um was es gehen soll. (awp/mc/pg)

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