US-Schluss: Deutliche Gewinne – S&P 500 höher als Ende 2007

US-Schluss: Deutliche Gewinne – S&P 500 höher als Ende 2007

New York – Die US-Börsen haben am Donnerstag deutlich von der angekündigten weiteren Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed profitiert. Nachdem der Dow Jones Industrial zunächst um seinen Vortagesschluss gependelt war, zog er nach den Fed-Aussagen spürbar an und schloss mit plus 1,55 Prozent bei 13.539,86 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500-Index schaffte es mit plus 1,63 Prozent auf 1.459,99 Punkte auf den höchsten Schlussstand seit Ende 2007. An der Technologiebörse Nasdaq rückte der Composite Index um 1,33 Prozent auf 3.155,83 Punkte vor, und der Auswahlindex Nasdaq 100 kletterte um 1,42 Prozent auf 2.831,35 Punkte.

Die Notenbanker enttäuschten die hohen Markterwartungen nicht: Die Federal Reserve gab den Startschuss zur dritten Runde von Asset-Käufen (QE3). Etwas überraschend ist, dass sie diesmal nicht langlaufende Staatsanleihen in ihre Bücher nimmt, sondern hypothekenbesicherte Wertpapiere (Mortgage Backed Securities, MBS) kaufen will. Das monatliche Volumen von 40 Milliarden US-Dollar liegt unterdessen eher am unteren Ende der Erwartungen. Und selbst nach dem Start von QE3 liess Bernanke Raum für zusätzliche Massnahmen: Sollte es notwendig werden, könnte die Konjunktur etwa mit noch mehr MBS-Käufen angeschoben werden. Darüber hinaus nannte er die Option, abermals Staatsanleihen zu kaufen. Daneben verlängerte die Fed ihr Niedrigzinsversprechen bis in das Jahr 2015 hinein.

Die Notenbanker enttäuschten die hohen Markterwartungen nicht: Die Federal Reserve gab den Startschuss zur dritten Runde von Asset-Käufen (QE3). Etwas überraschend ist, dass sie diesmal nicht langlaufende Staatsanleihen in ihre Bücher nimmt, sondern hypothekenbesicherte Wertpapiere (Mortgage Backed Securities, MBS) kaufen will. Das monatliche Volumen von 40 Milliarden US-Dollar liegt unterdessen eher am unteren Ende der Erwartungen. Und selbst nach dem Start von QE3 liess Bernanke Raum für zusätzliche Massnahmen: Sollte es notwendig werden, könnte die Konjunktur etwa mit noch mehr MBS-Käufen angeschoben werden. Darüber hinaus nannte er die Option, abermals Staatsanleihen zu kaufen. Daneben verlängerte die Fed ihr Niedrigzinsversprechen bis in das Jahr 2015 hinein.

Vor allem Finanzwerte zogen infolge der Fed-Beschlüsse an. Bank of America rückten mit plus 4,79 Prozent an die Dow-Spitze, gefolgt von JPMorgan, die um 3,71 Prozent stiegen. Im S&P 500 zählten Bank of America mit einem Aufschlag von ebenfalls 4,79 Prozent und Citigroup mit plus 4,24 Prozent zum Kreis der Favoriten.

Mit Blick auf weitere Einzelwerte fand eine Studie der Citigroup Beachtung. Analyst Glen Yeung hatte die Aktien von Intel, Advanced Micro Devices (AMD) und Marvell Technology jeweils von „Buy“ auf „Neutral“ abgestuft und die Kursziele teilweise deutlich gesenkt. Eine Analyse des asiatischen Marktes habe seine Sorgen verstärkt, dass die unmittelbaren Perspektiven für die PC-Nachfrage nicht sonderlich positiv erschienen. Daher fehlten Treiber für weitere Kursgewinne. Allerdings belastete die Studie lediglich Marvell Technology spürbarer, wenngleich sie im Zuge des steigenden Gesamtmarktes ihr Minus auf 0,49 Prozent eindämmten. Intel stiegen um unterdurchschnittliche 0,82 Prozent und AMD um 0,77 Prozent

Auch Nike wurden von einer Citigroup-Studie bewegt. Die Papiere büssten 1,63 Prozent ein, nachdem Analystin Kate McShane ihr Votum auf „Neutral“ reduziert hatte. In ihren Augen dürfte der Sportartikelhersteller weiter gut wachsen, allerdings in einem langsameren Tempo. Daher mangele es an Kurstreibern.

Apple -Titel, die nach der Präsentation des neuen iPhone 5 am Vortag um rund 1,40 Prozent gestiegen waren, zogen hingegen um weitere 1,95 Prozent auf 682,90 Dollar an. Zwischenzeitlich hatten sie mit 685,50 ein Allzeithoch erreicht. Die Deutsche Bank hatte das Kursziel für die Papiere auf 775,00 Dollar angehoben.

Auf Boeing richtete sich das Augenmerk der Anleger, nachdem der europäische Konkurrent EADS am Vorabend Fusionsgespräche mit dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems bestätigt hatte. Sollte der Zusammenschluss klappen, würde ein neuer europäischer Rüstungsgigant entstehen, der den Rivalen Boeing beim Umsatz deutlich abhängen würde. Der US-Flugzeugbauer und Rüstungskonzern blickt den Plänen allerdings äusserlich gelassen entgegen. „Ich sehe nicht, dass uns das fundamental schaden wird“, sagte Boeing-Chef Jim McNerney. Die Boeing-Aktien drehten im Handelsverlauf ins Plus und notierten mit einem Aufschlag von 0,87 Prozent. (awp/mc/pg/cs)

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