US-Schluss: Leichter – Gewinnmitnahmen vor Berichtssaison

US-Schluss: Leichter – Gewinnmitnahmen vor Berichtssaison

New York – Am Tag vor dem Start der Berichtssaison haben Gewinnmitnahmen am Montag die Wall Street ausgebremst. Der Dow Jones fiel zum Schluss um 0,38 Prozent auf 13.384,29 Punkte, nachdem der Leitindex in der Vorwoche wegen des in letzter Minute beigelegten Budgetstreits um fast vier Prozent zugelegt hatte. Dabei zeigte er sich aber ein gutes Stück erholt vom Tagestief bei 13.343 Punkten. Der breiter aufgestellte S&P 500 Index fiel um 0,31 Prozent auf 1.461,89 Punkte.

Die Technologiewerte an der Nasdaq schlugen sich etwas besser: Der Composite-Index schloss knapp mit 0,09 Prozent im Minus bei 3.098,81 Punkten, während der Auswahlindex Nasdaq 100 am Ende nur hauchdünn um 0,01 Prozent auf 2.724,22 Punkte nachgab.

Nach dem guten Jahresstart hätten sich die Investoren vor dem Auftakt der Berichtssaison eher zurückgehalten, hiess es. «Der Markt ist in kürzester Zeit sehr weit gelaufen», sagte ein Marktbeobachter. Eine kleine Gegenbewegung sei daher angebracht, bevor der Experte dann mit besser als erwarteten Unternehmensberichten rechnet. Mit Spannung wird diesbezüglich auf Alcoa gewartet: Der Aluminiumkonzern läutet am Dienstag traditionell die Berichtssaison für das vierte Quartal ein – die Titel büssten am Montag allerdings 1,73 Prozent ein.

Ansonsten waren die Blicke vor allem auf den Finanzsektor gerichtet. Fehlerhafte Hauspfändungen kommen die grossen Kreditinstitute erneut teuer zu stehen: Zehn Banken und Finanzdienstleister haben am Montag einem 8,5 Milliarden US-Dollar schweren Vergleich mit staatlichen Bankenregulierern zugestimmt. Darunter befinden sich die beiden Grossbanken JPMorgan und Citigroup , deren Titel über weite Strecken im Minus lagen, sich dann aber letztendlich jeweils knapp ins Plus retteten.

 Auch die Bank of America gehört dazu, was deren Titel am Ende mit einem kleinen Minus von 0,17 Prozent quittierten. Das Bankhaus hat zudem seine Streitigkeiten mit dem staatlich gestützten Hausfinanzierer Fannie Mae gegen eine Zahlung von mehr als zehn Milliarden US-Dollar aus der Welt geschafft. Analyst Stefan Bongardt von Independent Research rechnet damit, dass dieser Schritt einige Unsicherheit von den Aktien nehmen könnte.

Mit rund zwei Prozent gab es grössere Kursverluste bei Boeing, nachdem ein «Dreamliner» der japanischen Fluggesellschaft Japan Airlines am Montag auf dem Flughafen in Boston stehend Feuer fing. Nach jahrelangen Verzögerungen bei der Entwicklung und der Produktion setzt sich damit die Serie von Unfällen bei dem Hoffnungsträger 787 fort, nachdem Ende 2011 das erste Exemplar des neuen Grossraumfliegers ausgeliefert worden war.

 Ausserdem ruschten Aktien des Gentechnik-Spezialisten Illumina um gut sieben Prozent ab, nachdem der schweizerische Pharmakonzern Roche den Gerüchten um einen erneuten Übernahmeversuch eine Abfuhr erteilt hat. Aktien von Amazon hingegen kletterten nach einer Hochstufung durch Morgan Stanley um 3,61 Prozent nach oben. Im Verlauf hatten sei bei 269,73 Dollar ihr Rekordhoch markiert. Analyst Scott Devitt hatte sich positiv zu den Perspektiven des Online-Einzelhändlers geäussert. (awp/mc/upd/pg)

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