US-Schluss: Dow Jones schliesst 0,06% fester bei 17’159 Punkten

US-Schluss: Dow Jones schliesst 0,06% fester bei 17’159 Punkten

New York – Die Wall Street hat nach einem schwachen Jahresauftakt am Dienstag keine klare Richtung gefunden. Als Kursstütze erwies sich die Beruhigung der Lage an Chinas Börsen. Sie waren am Montag wegen schwacher Konjunkturdaten eingebrochen und hatten die Aktienmärkte weltweit mit nach unten gezogen. Dagegen drückten der starke US-Dollar, der amerikanische Produkte für Käufer im Ausland verteuert, sowie enttäuschende Absatzzahlen der heimischen Autobauer auf die Stimmung.

Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,06 Prozent fester bei 17 158,66 Punkten. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,20 Prozent auf 2016,71 Punkte hoch, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,30 Prozent auf 4484,18 Punkte nachgab.

Insgesamt sei der Vortag an der Wall Street nicht ganz so schlimm ausgefallen, und selbst die Verluste zum Börsenschluss könnten übertrieben gewesen sein, sagte ein Aktienhändler. Der Dow Jones hatte nach zwischenzeitlich heftigen Abschlägen am Ende lediglich gut anderthalb Prozent verloren, damit aber den schlechtesten Jahresbeginn seit 2008 hingelegt. Auch die anderen Indizes hatten ihr Minus eingedämmt.

Nachdem die chinesischen Festlandsbörsen am Montag über 7 Prozent eingebüsst und vorzeitig geschlossen hatten, pumpte Chinas Zentralbank am Dienstag umgerechnet rund 18 Milliarden Euro in die Finanzmärkte. Die Kurse an den beiden Börsen in Shanghai und Shenzhen waren zunächst um weitere 3 Prozent abgesackt, konnten einen Grossteil dieser Verluste aber wieder wettmachen.

In New York ging es für die Papiere der Autobauer am Dienstag wegen enttäuschender US-Verkaufszahlen für den Dezember mehrheitlich weiter bergab: General Motors (GM) und Ford verbilligten sich um 2,64 beziehungsweise 1,79 Prozent. Dagegen schafften Fiat Chrysler ein Kursplus von 0,78 Prozent.

Die Apple-Aktien büssten nach einem negativen Medienbericht 2,50 Prozent ein. Die japanische Tageszeitung Nikkei schreibt auf ihrer Internetseite, Apple dürfte im laufenden Quartal die Produktion seiner jüngsten iPhone-Modelle 6s und 6s Plus im Vergleich zu den bisherigen Planungen um rund 30 Prozent kürzen. Eine Quelle wurde dabei aber nicht genannt.

Wegen Spekulationen auf einen Bieterwettkampf legten die Papiere von Fairchild Semiconductor hingegen um 3,57 Prozent zu. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, plant der Halbleiterkonzern nun doch, Gespräche mit eine Gruppe chinesischer Finanzinvestoren aufzunehmen. Diese hatten bereits im vergangenen Jahr unaufgefordert ein Angebot abgegeben. Mitte Dezember hatte Fairchild noch mitgeteilt, an einer Übernahme durch On Semiconductor festzuhalten. Dessen Aktien schlossen 0,21 Prozent im Minus.

Daneben rückte die Pharmabranche in den Fokus. Die Aktien von Eli Lilly gehörten mit plus 1,50 Prozent zu den Favoriten. Nach fünf Jahren des Abschwungs legte der Konzern die Latte für 2016 wieder vorsichtig höher und rechnet mit steigenden Umsätzen und Gewinnen. Der Ausblick blieb zwar hinter den Analystenerwartungen zurück. Laura Sutcliffe von der Privatbank Berenberg sah indes vor allem im starken US-Dollar einen Grund für das niedriger als erwartet ausgefallene Umsatzziel.

Der Euro litt unter einem überraschend schwachen Preisanstieg in der Eurozone und notierte bei 1,0748 Dollar. US-Staatsanleihen präsentierten sich ähnlich richtungslos wie die Wall Street: Richtungsweisende Papiere mit einer zehnjährigen Laufzeit stagnierten bei 100 2/32 Punkten und rentierten mit 2,24 Prozent. (awp/mc/pg)

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