US-Schluss: Mehrheitlich Gewinne nach Arbeitsmarktbericht

US-Schluss: Mehrheitlich Gewinne nach Arbeitsmarktbericht

New York – Die US-Börsen sind am Freitag nach Arbeitsmarktdaten überwiegend gestiegen. Der Dow Jones Industrial , der zunächst keine klare Richtung fand, schloss mit einem Aufschlag von 0,33 Prozent bei 13.435,21 Punkten. Auf Wochensicht beläuft sich das Plus des US-Leitindex damit auf 3,84 Prozent. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,49 Prozent auf 1.466,47 Punkte zu und erreichte damit den höchsten Schlussstand seit Ende 2007.

An der Technologiebörse Nasdaq ging es für den Composite-Index um 0,04 Prozent auf 3.101,66 Punkte nach oben, während der Auswahlindex Nasdaq 100 0,28 Prozent auf 2.724,49 Punkte einbüsste.

Der US-Arbeitsmarkt sei nach wie vor nicht sonderlich stark, aber die Erholung komme langsam voran, sagten Börsianer. Analyst Bernd Krampen von der NordLB nannte es bemerkenswert, dass sich der nachhaltige Stellenaufbau angesichts der Unsicherheiten um die Fiskal-Klippe fortgesetzt habe. Derweil hatten die Auftragseingänge der US-Industrie im November statt eines erwarteten Anstiegs um 0,4 Prozent lediglich stagniert. Der ISM-Einkaufsmanagerindex Dienste war hingegen besser ausgefallen als gedacht.

Spitzenreiter im Dow waren die Papiere des Aluminiumkonzerns Alcoa, die um 2,09 Prozent vorrückten. Der vom ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Konzern eröffnet in der kommenden Woche traditionell die Berichtssaison in den USA. Titel des Softwarekonzerns Microsoft belegten mit einem Minus von 1,83 Prozent den letzten Platz im Index. Johnson & Johnson verteuerten sich um 1,15 Prozent auf 71,55 US-Dollar. Die Analysten der Deutschen Bank hatten die Papiere zuvor auf «Buy» hochgestuft und das Kursziel auf 82,00 Dollar angehoben. Zudem hat der Pharmakonzern der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge Interesse an dem Kontaktlinsenhersteller Bausch & Lomb. Aktuell gehöre Bausch & Lomb der Beteiligungsgesellschaft Warburg Pincus, die mindestens zehn Milliarden Dollar dafür haben wolle.

Die Aktien von Mosaic gewannen nach überraschend guten Zahlen zum abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal mehr als zweieinhalb Prozent. Die Papiere von Eli Lilly rückten um 3,70 Prozent vor. Der Pharmakonzern ist für das laufende Jahr optimistischer gestimmt als es die meisten Analysten bisher waren.

Für Apple ging es hingegen um 2,84 Prozent nach unten. Händler verwiesen auf einen Analystenkommentar der Deutschen Bank. Demzufolge signalisiere eine Analyse der Lieferkette des iPhone-Produzenten einen Rückgang der iPhone- und iPad-Produktion im ersten Quartal.

Der Kurs des Euro erholte sich im New Yorker Handel weiter. Nachdem die Gemeinschaftswährung im europäischen Mittagshandel kurzzeitig unter die Marke von 1,30 US-Dollar gefallen war, kletterte sie auf zuletzt 1,3075 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3012 (Donnerstag: 1,3102) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7685 (0,7632) Euro. (awp/mc/upd/ps)

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