US-Schluss: Dow Jones verliert 0,38% auf 17’851,04 Punkte

US-Schluss: Dow Jones verliert 0,38% auf 17’851,04 Punkte

New York – Die laufende Quartalsberichtssaison der Unternehmen hat auch am Mittwoch auf den Kursen an der Wall Street gelastet. Nachdem tags zuvor bereits das Computerurgestein IBM für Molltöne gesorgt hatte, drückten nun Resultate und Prognosen des iPhone-Herstellers Apple sowie des Softwarekonzerns Microsoft auf die Stimmung der Anleger.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial gab um 0,38 Prozent auf 17 851,04 Punkte nach und der breit gefasste S&P 500 Index büsste 0,24 Prozent auf 2114,15 Zähler ein. Sein Rekord bei 2134 Punkten, dem sich der Index zum Wochenauftakt bis auf rund 2 Punkte genähert hatte, bleibt damit aber in Reichweite. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 fiel am Mittwoch um 1,09 Prozent auf 4623,24 Punkte.

Nach dem recht ordentlichen Beginn der Berichtssaison sowie vor dem Hintergrund der jüngsten Kursgewinne am Aktienmark, verwundere der aktuelle Rücksetzer im Sog nun eher durchwachsener Geschäftsberichte nicht, sagte ein Börsianer. Einen ernsthaften Grund zur Sorge sieht er aber nicht.

Apple-Aktien knickten als Schlusslicht im Dow Jones um mehr als 4 Prozent ein. Der iPhone-Konzern hatte dank starker iPhone-Verkäufe Umsatz und Gewinn im vergangenen Quartal zwar kräftig gesteigert, konnte die hohen Erwartungen beim iPhone-Absatz aber nicht ganz erfüllen.

Bei der Konkurrenz sah es ebenfalls trüb aus: Microsoft hatte ein Smartphone-Desaster erlebt und einen Rekordverlust verzeichnet. Die Übernahme des Mobiltelefon-Geschäfts von Nokia hatte den Softwarekonzern tief in die roten Zahlen gerissen. Ein Analyst bemängelte aber vor allem den Umsatzausblick auf das laufende Geschäftsquartal. Microsoft-Aktien verloren 3,68 Prozent

Auch der Internet-Pionier Yahoo war im vergangenen Quartal in die Verlustzone gerutscht. Der Kurs büsste daraufhin 1,23 Prozent ein. Die Aktien von Coca-Cola fielen um 0,70 Prozent, obwohl der Getränkekonzern den Gewinn dank höherer Preise und gesunkener Kosten kräftig gesteigert hatte.

Boeing überzeugte die Anleger hingegen mit seinen Geschäftszahlen. Zudem hatte der Flugzeugbauer am Dienstagabend (Ortszeit) einen Grossauftrag vom Logistikkonzern FedEx bekanntgegeben. Die Boeing-Papiere verteuerten sich zur Wochenmitte um rund 1 Prozent.

Der Kurs des Euro fiel nach seiner Vortageserholung wieder ein Stück weit zurück und rutschte zeitweise unter die Marke von 1,09 US-Dollar. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung aber wieder 1,0919 Dollar. Am Anleihenmarkt fielen richtungweisende zehnjährige Papiere um 1/32 Punkte auf 98 6/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,33 Prozent. (awp/mc/pg)

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