US-Schluss: Kräftige Erholung dank Fed-Protokoll und Alcoa

US-Schluss: Kräftige Erholung dank Fed-Protokoll und Alcoa

New York – Die Aussicht auf noch länger niedrige Zinsen hat die Erholung der wichtigsten US-Indizes am Mittwoch kräftig angeschoben. Vor der Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Fed-Sitzung hatte ein erfreulicher Start in die Berichtssaison bereits für einen positiven Trend gesorgt. Letztlich gewann der Dow Jones Industrial 1,11 Prozent auf 16 437,18 Punkte und der S&P 500 kletterte um 1,09 Prozent auf 1872,18 Punkte nach oben. Beide Indizes machten damit zwischenzeitlich deutliche Verluste seit Freitag wieder wett. Der S&P liegt zudem auch in der Jahresbilanz wieder im Plus.

An der Nasdaq 100 setzte sich derweil die noch dynamischere Gegenbewegung nach dem jüngsten Tief seit Anfang Februar fort: Der Nasdaq 100 sprang um 1,76 Prozent auf 3600,44 Punkte an und liegt auf Wochensicht damit bereits wieder mit über anderthalb Prozent im Plus.

Die Anleger reagierten positiv auf die Neuigkeiten von der US-Notenbank (Fed). Nach Einschätzung von Mitgliedern ihres geldpolitischen Ausschusses (FOMC) können die jüngsten eigenen Zinsprognosen überinterpretiert werden. Die neue Chefin der US-Notenbank Yanet Yellen hatte damals nach der Sitzung gesagt, dass die Zinsen rund sechs Monate nach dem Ende der Anleihenkäufe angehoben werden könnten. Diese Formulierung tauchte nun im Protokoll nicht auf. Laut Marktbeoabchtern deutet nun alles auf eine spätere Anhebung der Zinsen hin als bislang gedacht.

Der Auftakt der Berichtssaison verlief ebenfalls glatt: Alcoa hatte beim Gewinn besser abgeschnitten als erwartet und die Aktie zog um über dreieinhalb Prozent an. Die Nachfrage nach Aluminium ist dabei grundsätzlich anhaltend hoch. Treibende Kräfte sind nach Angaben von Alcoa die Flugzeughersteller, die Verpackungsindustrie sowie die Bauwirtschaft.

Im Dow setzten sich die Papiere von Merck & Co mit einem Plus von über dreieinhalb Prozent an die Spitze. Am anderen Ende lagen AT&T mit einem Abschlag von knapp einem Prozent. Im Nasdaq 100 sackten Papiere von Intuitive Surgical um fast sieben Prozent ab. Der Spezialist für Systeme für minimalinvasive Operationen hatte im ersten Quartal einen massiven Umsatzrückgang verzeichnet. Für Facebook ging es mit über sieben Prozent an die Indexspitze. Mit einem Einbruch um knapp ein Viertel seit Mitte März gehörte die Aktie zuletzt zu den Schwächsten. Dahinter folgten vor allem Biotech-Titel mit dem stärksten Tag der Branche seit rund einem Jahr. (awp/mc/ps)

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