US-Eröffnung: Schwach

US-Eröffnung: Schwach

New York – An den US-Aktienmärkten hat sich die Kauflaune nach den Beschlüssen des EU-Gipfels zur Bekämpfung der Schuldenkrise nicht lange gehalten. Ein negativer Kommentar der US-Ratingagentur Moody’s zu den Ergebnissen der europäischen Spitzenpolitiker habe dies- und jenseits des Atlantiks für eine schnelle Ernüchterung gesorgt, hiess es von Händlern.

Der Dow Jones Industrial sank im frühen Handel um 1,36 Prozent auf 12.018,70 Punkte. Der S&P 500 fiel um 1,68 Prozent auf 1.234,10 Punkte.

An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Composite-Index 1,89 Prozent auf 2.596,74 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 gab um 1,72 Prozent nach auf 2.278,71 Punkte.

Moody’s hatte sich am frühen Morgen unzufrieden mit den Gipfel-Beschlüssen von Ende vergangener Woche gezeigt. Die geplanten Massnahmen im Kampf gegen die Schuldenkrise gehen der Agentur nicht weit genug. Vor allem gebe es keine kurzfristigen Massnahmen zur Stabilisierung der angespannten Kreditmärkte. Für einen weiteren Wermutstropfen sorgte Intel. Der weltgrösste Chiphersteller nahm seine Umsatzschätzungen für das vierte Quartal zurück.

Die Titel von Intel mussten im Dow deutliche Abschläge hinnehmen und fielen um 3,84 Prozent auf 24,05 US-Dollar. Das Geschäft beim weltgrössten Chiphersteller läuft schleppender als gedacht. Weil es einen Engpass bei Festplatten gebe, orderten die PC-Hersteller auch weniger Prozessoren. Ein Börsianer meinte, dass es wohl wegen der Flutkatastrophe in Thailand zu Lieferschwierigkeiten gekommen sei. Auch andere Technologiewerte verloren an Wert. So sanken die Aktien des Netzwerkausrüsters Cisco Systems um 2,44 Prozent auf 18,42 Dollar.

In dem trüben Umfeld mussten auch Finanzwerte starke Einbussen hinnehmen. So fielen Bank of America um 3,85 und JPMorgan um 2,83 Prozent.

Die Aktien von Boeing aber gaben nur um unterdurchschnittliche 0,90 Prozent auf 71,28 Dollar nach. Der führende amerikanische Flugzeugbauer meldete einen Grossauftrag einer arabischen Fluglinie. Etihad Airways bestellte zehn Langstreckenjets vom Typ 787 «Dreamliner» und zwei Frachtmaschinen. Laut Listenpreis hat der Auftrag ein Volumen von 2,8 Milliarden Dollar.

Schliesslich sieht die Deutsche Telekom immer neue Hürden beim milliardenschweren Verkauf der Mobilfunktochter T-Mobile USA an den US-Branchenriesen AT&T. Nach Angaben des Bonner Konzerns droht sich das Gerichtsverfahren zu verzögern, in dem festgestellt werden soll, ob der 39 Milliarden Dollar schwere Verkauf wettbewerbsrechtlich in Ordnung ist. Die Papiere von AT&T sanken um 0,21 Prozent, die T-Aktien fielen in Frankfurt um 1,86 Prozent. (awp/mc/upd/ps)

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