USA: ISM-Index Industrie hellt sich überraschend auf

USA Konjunktur Industrie

Ford-Werke in Wayne, Michigan.

Washington – In den USA hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie überraschend aufgehellt. Der entsprechende Index sei im Juni von 53,5 Punkten im Vormonat auf 55,3 Punkte gestiegen, teilte das Institute for Supply Management (ISM) am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 52,0 Punkte gerechnet.

Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.

Michigan-Konsumklima fällt noch stärker als erwartet
In den USA hat sich das Konsumklima der Universität Michigan im Juni noch stärker eingetrübt als zunächst ermittelt. Der entsprechende Index sei von 74,3 Punkten im Vormonat auf 71,5 Punkte gefallen, teilte die Universität am Freitag auf Basis endgültiger Zahlen mit. Die Erstschätzung für Juni belief sich auf 71,8 Punkte. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 72,0 Punkte gerechnet. Der Index der Universität Michigan gilt als Stimmungsbarometer für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Der private Konsum wird wegen der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders stark beachtet. In den vergangenen Jahren war der Konsum die wichtigste Konjunkturstütze der weltweit grössten Volkswirtschaft.

Bauausgaben im Mai überraschend gesunken
Derweil sind in den USA die Bauausgaben im Mai überraschend gesunken. Im Monatsvergleich seien die Ausgaben um 0,6 Prozent gefallen, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Ausgaben ebenfalls um revidierte 0,6 Prozent (alt: +0,4%) gesunken. (awp/mc/upd/ps)

Institute for Supply Management (ISM)

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