Aktienfokus Schindler: Nach Halbjahreszahlen leicht schwächer

Bemängelt wird die Marktposition von Schindler im Vergleich zur Hauptkonkurrenz, dafür wird der Fokus auf die Verbesserung der Margen gelobt.


Inhaberaktien büssen leicht ein
Bis um 10.45 Uhr büssen die Inhaberaktien bei leicht überdurchschnittlichem Handelsvolumen 0,45 CHF oder 0,6% auf 73,05 CHF ein und der Partizipationsschein verliert 0,70 CHF oder 1,0% auf 73,30 CHF. Beide Titel haben in der volatilen Startphase der Schweizer Aktien auch schon klar in der Gewinnzone gestanden. Der Gesamtmarkt (SPI) steht 0,08% höher bei 6`855 Punkten.


Resultat als solide bezeichnet
Die Bank Vontobel bezeichnet das Resultat als solide, aber ohne positive Überraschung. Mit einem Umsatzwachstum von knapp 13% sei Schindler jedoch hinter der Dynamik der Konkurrenten Otis und Kone zurückgeblieben. Beide Unternehmen hätten den Umsatz um die 15% gesteigert. Ausserdem weisen gemäss Vontobel beide Peers eine operative Marge aus, welche klar im zweistelligen Bereich liegt. Schindler erzielte im Hauptbereich Aufzüge & Fahrtreppen (A&F) eine Marge von 9%.


Zahlen innerhalb der Erwartungen
Die Zahlen würden weitgehend innerhalb der Erwartungen liegen, hiess es auch bei anderen Banken. Kritisiert wird aber die Auftragssituation, welche wie das Umsatzwachstum mit den Hauptkonkurrenten verglichen wird. ThyssenKrupp und Kone haben den Auftragseingang im ersten Semester mit klar zweistelligen Wachstumsraten gesteigert, während Schindler lediglich gut 5% mehr Aufträge erhalten hat.


Schindler könnte Marktanteile verlieren
Die negative Folgerung aus diesem Umstand ist, dass Schindler Marktanteile verlieren könnte. Positiv wird dagegen vermerkt, dass Schindler offenbar einen starken Fokus auf die Verbesserung der Marge richte. Die Margen des aktuellen Auftragsbestandes dürften deutlich über den für das erste Semester ausgewiesenen liegen, meinte denn auch ein Marktteilnehmer.


Ertragslage dürfte sich weiter verbessern
Ähnlich sieht dies die ZKB. Angesichts der vollen Bestellbücher könne vermehrt auf die Verbesserung der Preisqualität geachtet werden, schreibt die Bank in einem Kurzkommentar. Die Ertragslage dürfte sich zudem im zweiten Halbjahr auch aufgrund der höheren Produktivität verbessern. Die ZKB zeigt sich auch sonst mit dem Ergebnis zufriedener als andere Banken: «Der Ausweis liegt auf allen Stufen über den Erwartungen.» Ausserdem biete der Auftragsbestand eine gute Visibilität bis weit ins Jahr 2008. (awp/mc/ab)

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