Aktienfokus: VP Bank werden stark zurückgenommen

Die Zahlen fielen deutlich unter den Erwartungen der Analysten aus. Bis um 09.45 Uhr verlieren VP Bank bei hohen Volumen 8,8% auf 116,60 CHF, was gleichzeitig dem Tagestief entspricht. Mit 6’500 Titeln wurde bereits das 1,2-fache eines normalen Tagesvolumens umgesetzt. Der Gesamtmarkt (SPI) notiert zum Vergleich dazu zum Berichtszeitpunkt 1,02% tiefer.


Halbjahresergebnis klar unter Erwartungen
Das erste Halbjahr 2010 lag Analysten zufolge klar unter den Erwartungen – trotz Bewertungsgewinnen bei den Währungsabsicherungspositionen. Die Hauptschwäche im Abschluss ortet die ZKB bei den Erträgen. Die Experten der Bank Vontobel schreiben den deutlich gesunkenen Ertrag den Zinseinnahmen zu, die abgesackt seien. Die tiefen Zinsen und gestiegene Hedging-Kosten stünden hier am Ursprung des Problems. Zudem konnte die VP Bank beim Nettoneugeld keine Trendwende erreichen. Das Institut verzeichnete einen Abfluss von 0,3 Mrd CHF, während die Analysten im Schnitt neue Gelder in Höhe von 0,1 Mrd CHF kalkuliert hatten. Die VP Bank registrierte damit das fünfte Halbjahr in Folge mit einem Nettoabfluss, stellt die ZKB fest.


Erhoffte Trendwende ausgeblieben
Damit sei die erwartete Trendwende ausgeblieben, im Gegensatz zu den anderen Liechtensteiner Instituten LLB und LGT. Zur Erinnerung: Die LLB meldete einen Zustrom von 1,5 Mrd CHF und die LGT Group einen solchen von 1,1 Mrd CHF. Die VP Bank stehe daher weiterhin vor dem Dilemma, wachsen zu müssen und Investitionen zu tätigen und gleichzeitig die Kosten strikt unter Kontrolle zu halten. Dies sei „nicht ganz einfach“, so die ZKB. Die Bank Vontobel will nun ihre Schätzungen für 2010 „deutlich“ und für 2011 ebenfalls nach unten korrigieren. Die Aktie wird auf „Hold“ von „Buy“ zurückgestuft und das Kursziel von 128 CHF eird einer Prüfung unterzogen. (awp/mc/ps/13)

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