Anzahl Städte mit Überangebot an Mietwohnungen nimmt zu

Mietwohnung

Zürich – In immer mehr Schweizer Städten gibt es ein Überangebot im Mietwohnungsmarkt. Aufgrund des weiterhin hohen Interesses an Immobilienanlagen werden weiterhin munter neue Mietwohnungen gebaut. Dies erhöht laut dem Immobilienberater Wüest Partner auch den Druck auf die Angebotsmieten. Auch Büroflächen dürften billiger werden.

Mittlerweile werden pro Quartal 166’000 Objekte inseriert, heisst es in der am Dienstag veröffentlichten «Immo-Monitoring»-Studie. Das entspreche der höchsten Anzahl seit Messbeginn. Neu sei, dass es nicht nur in ländlichen Gebieten ein Überangebot gebe, sondern auch vermehrt in den Städten.

Konkret liege in 15 der 27 grössten Schweizer Städte die Angebotsziffer aktuell über dem Schweizer Schnitt von 7,4 Prozent. Dies zeige sich auch im erhöhten Druck auf die Mieten in den Inseraten. Im Verlauf des letzten Jahres seien die Mieten mit einem Minus von 2,2 Prozent besonders spürbar gesunken.

Billigere Büros
Auch die Preise von Geschäftsflächen gingen trotz positiver Impulse aus dem Arbeitsmarkt zurück. Die Angebotsmieten von Büroflächen in der Schweiz kamen im zweiten Quartal 2018 im landesweiten Durchschnitt um 2 Prozent unter dem Vorjahreswert zu liegen.

Insbesondere am Genfersee und im Kanton Tessin sei es angesichts der Überkapazitäten und der anhaltend hohen Neubautätigkeit schwieriger geworden Büroflächen zu vermarkten, heisst es weiter. Und auch im Verkaufsflächenmarkt lasse der anhaltende Strukturwandel die stationär erzielbaren Umsätze weiter schrumpfen.

Dies habe zur Folge, dass vor allem an Lagen mit wenig Laufkundschaft die Mieten von Verkaufsflächen stark unter Druck geraten. Bei kleineren und hochfrequentierten Verkaufsflächen stünden die Chancen aber gut, dass die Mietpreise stabil bleiben, so die Experten von Wüest Partner. (awp/mc/ps)

Wüest Partner

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