Arbeitsproduktivität nimmt im dritten Quartal weiter zu

Das entspricht einer Zunahme von 0,4% gegenüber dem Vorquartal, wie das Forschungszentrum am Mittwoch mitteilte.


Breit abgestütztes Wachstum
Im Vorjahresvergleich zeigt der SDA/BAK-Index für das dritte Quartal ein kräftiges Produktivitätswachstum von 1,8%. Erfreulicherweise sei das Wachstum sowohl auf mehr eingesetzte Arbeitskräfte wie auch auf die gesamtwirtschaftliche Belebung zurückzuführen. Die konjunkturelle Erholung sei damit definitiv auf dem Schweizer Arbeitsmarkt angekommen, hiess es weiter. Die Experten von BAK Basel Economics rechnen angesichts der Normalisierung auf dem Arbeitsmarkt und einer nachlassenden gesamtwirtschaftlichen Dynamik für die kommenden Quartale mit schwächeren Produktivitätsgewinnen zum Vorjahr. Nach der kräftigen Aufholjagd des Jahres 2010 normalisiere sich die Lage.


Produktivität in 26 Jahren um 20,5% gestiegen
Im vergangenen Jahr war die Produktivität um 1,7% gesunken, nachdem sie 2008 stagniert hatte. Negative Werte gab es auch in den Jahren 2003 (-0,6%) und 1999 (-0,8%). Vom ersten Quartal 1994 bis zum dritten Quartal 2010 erhöhte sich die reale Stundenproduktivität insgesamt um 20,5%. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigerung von 0,3% pro Quartal. Die Arbeitsproduktivität misst die Effizienz, mit der der Faktor Arbeit im Produktionsprozess eingesetzt wird. Die Experten von BAK Basel Economics berechnen die reale Stundenproduktivität, indem sie die Wirtschaftsleistung, also das reale Bruttoinlandprodukt, durch die Zahl der dafür eingesetzten Arbeitsstunden dividieren. (awp/mc/ps/10)

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