Ascom: Präsident Anttila will Hadorn nicht zurückholen

Der Verwaltungsrat sehe keinen Anlass, auf seinen Entscheid zurückzukommen, sagte Anttila in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» vom Samstag. Der interimistische Chef Fritz Mumenthaler habe sich «sehr gut eingearbeitet» und sorge dafür, dass die Geschäfte unverändert weiterliefen.


Gebot der Gleichbehandlung verletzt
Hadorn war auf die Strasse gestellt worden, weil er Kontakte zu Pecik gehabt und damit das Gebot der Gleichbehandlung der Aktionäre verletzt habe. Der österreichische Investor Pecik, der über die Beteiligungsgesellschaft Victory über 20% am Berner Technologiekonzern Ascom hält, sprach von einer «Überreaktion».


Der Haussegen hängt offensichtlich schief
Zwischen Anttila und Pecik hängt der Haussegen offensichtlich schief. Der Verwaltungsratspräsident liess aber offen, ob er sich an der kommenden Generalversammlung erneut zur Verfügung stellen werde. Eine Wiederwahl ergebe nur dann einen Sinn, wenn die Aktionäre seine Strategie weiterführen wollten, sagte er lediglich.


Erneute Kandidatur Anttila’s noch offen
«Ich fühle mich Ascom nach wie vor sehr verbunden und widme zurzeit meine volle Arbeitskraft dem Unternehmen, um die Umsetzung der Wachstumsstrategie voranzutreiben», sagte Anttila. Ob er erneut kandidieren wird, will er am 14. März – mit allen übrigen Anträgen des Verwaltungsrats für die Generalversammlung – bekannt geben.


Wachstumsziele noch nicht ganz erfüllt
Anttila räumte im Interview ein, dass seine Wachstumsziele im vergangenen Jahr «nicht ganz erfüllt» worden seien. Angesichts des markant gestiegenen Auftragseingangs und -bestands biete das laufende Jahr aber «Chancen». Ascom solle «durch ganz gezielte operative und akqusitorische Wachstumsschritte» verstärkt werden. (awp/mc/ab)

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